Simmerath - Krise und keine Autobahn: Gewerbeflächen liegen brach

Krise und keine Autobahn: Gewerbeflächen liegen brach

Von: dm
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Noch genügend freie Flächen bietet das Gewerbegebiet Rollesbroich, doch auf dem Grundstücksmarkt herrscht derzeit nur wenig Bewegung.

Simmerath. Ob es im neuen Jahr mehr Vergnügen gibt? Vergnügen ist, so definiert es der Duden, Freude, Lust, Spaß, Wonne und Amüsement. Die Gemeinde Simmerath jedenfalls erwartet im nächsten Jahr eine höhere Einnahme aus der Vergnügungssteuer als noch in diesem Jahr - insgesamt 49.500 Euro gegenüber 45.000 Euro.

Die Gemeinde muss mit jedem Euro rechnen, daher ist auch die Einnahme aus der so genannten Bagatellsteuer wichtig. Betroffen sind Vergnügungen wie Kirmes oder auch Spielautomaten.

Diese und andere Zahlen sind dem Haushaltsentwurf 2010 der Gemeinde Simmerath zu entnehmen. Verabschiedet werden soll der Etat vom Gemeinderat am 14. Januar.

Schon mehr als die Vergnügungssteuer bringt da die Hundesteuer ein - veranschlagt sind im Entwurf des Haushaltes für das nächste Jahr 87.000 Euro. Das sind jedenfalls mehr Euros als die Grundsteuer A in die Kasse der Gemeinde bringt. Die Grundsteuer A ist mit einem Hebesatz von 290 Prozent für land- und forstwirtschaftliche Betriebe festgesetzt, sie soll im der Gemeinde im kommenden Jahr rund 60.000 Euro einbringen.

Für bebaute und unbebaute Grundstücke (Grundsteuer B) hat die Gemeinde einen Hebesatz von 391 Prozent festgesetzt. Das bedeutet eine Einnahme von etwa 2,3 Millionen Euro.

Eine wichtige Einkommensquelle der Gemeinde ist vor allem auch die Gewerbesteuer, die im kommenden Jahr „bei optimistischer Einschätzung” drei Millionen Euro einbringen soll. Nach dem vorläufigen Rechnungsergebnis lag die Einnahme im Jahr 2008 bei 3,2 Millionen Euro.

Die Gemeinde beklagt in ihrem Vorbericht zum Haushaltsentwurf: Trotz des Angebotes an günstigen Gewerbeflächen sei es wegen der derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise schwierig, auswärtige Unternehmen in der Gemeinde Simmerath anzusiedeln. Die Gemeinde nennt noch einen weiteren Grund: die ungünstige Anbindung an die Autobahn. Auf jeden Fall hofft die Gemeinde, wie sie in der Finanzplanung veranschlagt, im Jahr 2013 auf 3,7 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer.

Mehr bringt da schon der Anteil der Gemeinde an der Einkommenssteuer, veranschlagt ist für das nächste Jahr eine Einnahme von rund 4,3 Millionen Euro; im Jahr 2013 sollen es 5,2 Millionen Euro sein. Die Kommunen erhalten bundesweit aus der bei den Bürgern veranlagten Einkommenssteuer einen Anteil von 15 Prozent des Aufkommens.

Nach einem Schlüssel, der von den Finanzämtern alle drei Jahre neu errechnet wird, wird das Geld aus der Steuer an die Kommunen verteilt. Für dieses Jahr hat die Gemeinde eine Einnahme von 5,1 Millionen Euro veranschlagt. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat zur Folge, dass sich das Aufkommen aus der Einkommenssteuer „drastisch verringern wird”, befürchtet der Kämmerer der Gemeinde.
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