Nordeifel - Kreisliga A: Leistet der TV Konzen Nachbarschaftshilfe?

Kreisliga A: Leistet der TV Konzen Nachbarschaftshilfe?

Von: kk
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In zwei Wochen sind sie wieder Derbygegner – am morgigen Sonntag aber kann der TV Konzen seinem lokalen Kontrahenten, aber auch Nachbarn und Jugendkooperationspartner Germania Eicherscheid wertvolle Schützenhilfe im Kampf um den Aufstieg liefern. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Nach zwei Spieltagen in der Rückrunde der Aachener Kreisliga A ist die Stimmungslage bei den vier Nordeifelteams sehr unterschiedlich. Gut zwei Wochen nach Aschermittwoch herrscht beim FC Roetgen und beim TuS Mützenich nach zwei Niederlagen wieder Katerstimmung. Mehr Euphorie ist da schon nach zwei Siegen bei Germania Eicherscheid und dem TV Konzen angesagt.

Bei den Konzenern herrschte nach dem vergangenen Spieltag etwas mehr Freude als nach einem normalen Sieg, denn Derbysiege beim FC Roetgen stehen in den Geschichtsbüchern der Schwarz-Gelben auch nur ganz selten. „Fußballerisch gibt es bestimmt bessere Spiele, aber aufgrund des Chancenverhältnisses ist unser Sieg verdient. Wir hatten kurzfristig taktisch einiges geändert und ich denke, dass unser Konzept aufgegangen ist“, konstatierte Konzens Trainer Georg Bauer nach dem 3:1-Sieg beim FC Roetgen.

Am Sonntag erleben die Zuschauer, die es zum Sportpark „Am Windrad“ zieht, die Knallerpaarung des Spieltages. Bei den Schwarz-Gelben stellt sich Aufstiegskandidat Eintracht Verlautenheide vor. Die Eintracht musste zuletzt zwar die Führungsposition Germania Eicherscheid überlassen, sollte sie jedoch ihre Nachholpartie in Kellersberg gewinnen, dann würde sie die Pole-Position wieder übernehmen.

Georg Bauer ist sich darüber im Klaren, dass sein Team an den nächsten drei Spieltagen ganz besonders gefordert ist. Nach der Begegnung gegen den Tabellenzweiten aus Verlautenheide, stellt sich der Tabellendritte SC Kellersberg in Konzen vor, vier Tage später geht es zum Derby beim aktuellen Tabellenführer Eicherscheid. „Dann haben wir die ganz Dicken raus“, ist auch der Konzener Trainer gespannt, wie seine junge Mannschaft sich gegen die Topteams der Liga aus der Affäre zieht. Das Hinspiel in Verlautenheide verloren die Konzener nur knapp mit 1:2. „Da hatten wir schon einen Punkt verdient“, erinnert Georg Bauer sich, der im Rückspiel nun die volle Beute einfahren will und damit auch Nachbarschaftshilfe für Germania Eicherscheid leisten möchte.

Bei der Germania blickt Trainer Wilfried Schmitz auf einen gelungen Wiederauftakt zurück. „Zwei Siege mit 6:0 Toren ist okay“, freut den Coach in erster Linie, dass sein Team ohne Gegentor blieb. Beim 4:0-Erfolg am vergangenen Spieltag gegen den FC Stolberg waren die Kupferstädter nur 30 Minuten ein ebenbürtiger Gegner. „Nach dem 2:0 wurde es in der zweiten Halbzeit eine klare Angelegenheit“, attestierte Wilfried Schmitz seiner Mannschaft weitaus mehr Spielanteile und auch die besseren Tormöglichkeiten.

Bloß nicht unterschätzen

Am kommenden Spieltag haben die Blau-Weißen zur ungewohnten Frühschoppenzeit, am Sonntagmorgen um 11 Uhr, beim SV Kohlscheid Termin. Vor Saisonbeginn zählte die Mannschaft von der Casinostraße zum erweiterten Favoritenkreis, jedoch konnte sie mit dem momentanen achten Tabellenplatz, ohne jeglichen Kontakt nach ganz oben, die hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllen. Allerdings sind die Kohlscheider gerade in heimischer Umgebung immer für eine Überraschung gut. Wilfried Schmitz warnt sein Team davor, den Gegner zu unterschätzen und möchte mit dem nächsten Sieg auf Kurs bleiben.

Lange Gesichter und einen enttäuschten Trainer Ralf Said gab es nach dem vergangenen Spieltag beim FC Roetgen. „In einem Derby muss man mit einer Einstellung von 120 Prozent gehen, wir haben aber nur 80 Prozent gebracht. Wenn man dann auch noch großzügig Geschenke verteilt, dann muss man sich nicht wundern, wenn man verliert“, vermisste der sportlich Verantwortliche des FC in seinem Team bei der 1:3 Derbyniederlage die Siegermentalität.

Negativtrend stoppen

Der aktuelle Gegner Teutonia Weiden steckt zwar noch im Abstiegssumpf, jedoch kommt er mit zwei Siegen nach der Winterpause dem rettenden Ufer immer näher und wird voraussichtlich auch dem FC Probleme bereiten.

„Da wird es ganz schwer, etwas zu holen“, weiß Ralf Said, der aber unbedingt den Negativtrend stoppen will. Das wird aber umso schwerer, da er neben den bekannten Verletzten nun auch noch beruflich bedingt auf Thomy Fläschel und auf Urlauber Johannes Höfler verzichten muss.

Wolfgang Zimmer, der Trainer des TuS Mützenich, erlebte bei der 0:3-Niederlage beim Tabellendritten SC Kellersberg wieder die zwei Gesichter seiner Truppe. „Was die Mannschaft in der ersten Halbzeit gezeigt hat, war schon tief enttäuschend. In der zweiten Halbzeit hat sie die Grundtugenden, Kämpfen und Rennen, gezeigt und hatte beim Tabellendritten sogar mehr Spielanteile“.

Wenn es am Sonntag auf heimischem Gelände gegen den Tabellenfünften VfR Forst geht, fordert der Coach, von der ersten Minute an die primären Fußballattribute auszupacken. „Wenn die Mannschaft so kämpft und laufbereit wie in der zweiten Halbzeit in Kellersberg ist, dann gewinnen wir gegen Forst“, ist er davon überzeugt, dass die Grün-Weißen am Sonntag die ersten Punkte nach der Winterpause einfahren.

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