Krankenhaus in Simmerrath ist wieder gesund

Von: P. St.
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Zu Gast im Krankenhaus Simmera
Zu Gast im Krankenhaus Simmerath: Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, NRW-CDU-Fraktionsvorsitzender Karl-Josef Laumann, Schwester M. Gudrun, MdL Axel Wirtz, Eifelklinik-Geschäftsführer Dr. Ulrich Mauerer und stellv. Bürgermeister Bernd Goffart (v. li.). Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Vor vier Jahren stand der Fortbestand des Simmerather St. Brigida-Krankenhauses auf der Kippe. Es schien zeitweise so als hätte die letzte Stunde des 100 Jahre alten Hauses geschlagen.

3000 Bürger gingen im März 2008 auf die Straße, ein zäher Kampf begann, ehe einige Monate später der damalige NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mit finanzieller Hilfe des Landes eine Fortbestandsgarantie für das Haus gab. Kurz vor Weihnachten 2009 zogen sich die Malteser dann endgültig aus der Trägerschaft zurück.

Die Städteregion Aachen sollte als Retter in der Not einspringen, doch es kam anders. Die Artemed-Gruppe aus dem bayrischen Tutzing wurde als neuer Träger präsentiert, der dann im September 2010 die Arbeit vor Ort aufnahm.

Karl-Josef Laumann, nach dem Regierungswechsel 2010 jetzt Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, kehrte jetzt noch einmal nach Simmerath zurück. Begleiteten ihn bei seinem damaligen Besuch Spruchbänder und eine aufgebrachte Menge, so herrschte diesmal eine entspannte und freundschaftliche Atmosphäre.

CDU-Landtagsabgeordneter Axel Wirtz erinnerte bei dem Besuch daran, dass Laumann damals „den Durchbruch” geschafft habe und den Beginn einer guten Entwicklung für das Krankenhaus Simmerath eingeleitet habe. Wirtz lobte den „Geist des Hauses” und versicherte dem Träger, dass er in der Eifel angekommen sei.

In der Tat ist die Eifelklinik St. Brigida wieder gesund, wie man auch dem Lagebericht von Eifelklinik-Geschäftsführer Dr. Ulrich Mauerer entnehmen konnte. Man habe wieder Rückhalt in der Bevölkerung und bei den niedergelassenen Ärzten gefunden. Im ersten Jahr der Tägerschaft habe man 20 Prozent Leistungszuwachs erzielt und auch für 2012 sei eine ähnliche Steigerung zu erwarten.

Bei einer bundesweiten Umfrage der Techniker-Krankenkasse landete die Eifelklinik im Punkt Patientenzufriedenheit auf dem ersten Platz. „An diesem Anspruch”, betonte Mauerer, wolle man weiterarbeiten.

Nachdem die ebenfalls im Aufwind befindliche Geburtshilfestation wie auch die Station IV umgebaut wurden, folgt in Kürze die Umgestaltung des Eingangs- und Empfangsbereiches. Zudem wolle man einen Antrag stellen, die bisherige Zahl der Pflegebetten (100) zu erhöhen.

Mauerer freute sich nicht zuletzt auch über die hohe Idenfikation der Mitarbeiter mit dem Krankenhaus. Bei der Übernahme des Hauses waren 195 Kräfte im Krankenhaus beschäftigt. Bis heute sind 70 neue Arbeitskräfte, darunter die inzwischen übernommenen auswärtigen Dienstleiter, hinzu gekommen.

Bei einem anschließenden Rundgand durch das Haus konnte sich Karl-Josef Laumann dann in Begleitung von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und des Vorsitzenden des Krankenhaus-Fördervereins, Hubert Breuer, ein Bild von den zahlreichen Veränderungen machen.

Laumann erinnerte sich noch gut an die „kritische Phase” im Jahr 2008 „als die Krankenkassen dem Haus in Simmerath ein Ende bereiten wollten”. Er habe damals in den Verhandlungen „unmissverständlich deutlich gemacht, dass wir dieses Krankenhaus wegen seiner großen Bedeutung in der ländlichen Fläche brauchen”.

Beim Vorgänger-Träger habe er stets den Eindruck gehabt, dass er dieses Haus „wie einen Klotz am Bein” empfunden habe.

Die Artemed-Gruppe zeige aber, dass sich das Krankenhaus Simmerath sehr wohl wirtschaftlich führen lasse.
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