Krankenhaus: Es hakt erneut bei den Maltesern

Von: Ernst Schneiders
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Noch immer herrscht bei der Städteregion Optimismus vor, das Simmerather Krankenhaus (Bild) wie geplant übernehmen zu können. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Wie die Verwaltung der Städteregion hielten am Donnerstag im Städteregionsausschuss auch die Fraktionen die Forderungen des Erzbistums Köln für „unzumutbar”, im Simmerather St. Brigida-Krankenhaus grundsätzlich auf Abtreibungen sowie alle Empfängnis verhütende oder die Schwangerschaft beendende medizinische Maßnahmen generell zu verzichten.

Ob diese Frage überhaupt noch von Belang ist, wird sich erweisen, denn möglicherweise scheitert die Übergabe des Krankenhauses an einer anderen Frage, die der kirchlichen Zusatzversorgung.

Den bisherigen Krankenhausträgern, den Maltesern, war mitgeteilt worden, dass der neue Träger grundsätzlich bereit sei, die Mitarbeiter des Hauses auch weiterhin in der kirchlichen Zusatzversorgung zu versichern. Eine Bürgschaft gegenüber der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) ist vom neuen Träger bereits ausgeschlossen worden.

Die Malteser, so steht es in der Verwaltungsvorlage für den Städteregionsausschuss, hätten zugesagt, den neuen Träger von Belastungen freizustellen, die sich aus der Tatsache ergeben, dass Mitarbeiter für einige Jahre im Malteserversorgungswerk versichert warten.

Diese Zusage sollten die Malteser über ein Treuhandkonto langfristig absichern - und sie haben das bisher nicht auf die Reihe bekommen. Denn wie Städteregionsrat Helmut Etschenberg vor dem Ausschuss erklärte, stand bis zum Beginn der Ausschusssitzung die Zusicherung der Malteser noch aus.

Das könnte zu einem Stolperstein werden und die Übergabe zum 1. Juli verhindern. Allerdings geht man im Haus der Städteregion weiterhin davon aus, die Angelegenheit rechtzeitig in trockene Tücher zu bekommen.

Das hofft auch Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath. Nach seinem Kenntnisstand gehe er davon aus, dass das Krankenhaus am 1. Juli übergeben und damit „die gesundheitliche Versorgung in der Eifelregion auch langfristig gesichert wird”.
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