Herzogenrath - Kräftiger Aufwind für die Jugendarbeit

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Kräftiger Aufwind für die Jugendarbeit

Von: Beatrix Oprée
Letzte Aktualisierung:
Wacht über den Platz:  Martin
Wacht über den Platz: Martin Keilhauer.

Herzogenrath. Neugierige Augen lugen durch die Hecke: Die Minis der Kindertagesstätte KIDS stehen plappernd vor dem Tor. Jeden Mittwoch ist Waldtag, wie Leiterin Sonja Stiebert erläutert. Und dann tummelt sich die muntere Mannschaft gerne auf dem Abenteuerspielplatz („ASP”) hinter der Schwimmhalle Bergerstraße.

„Na, kommt doch rein”, ruft Jugendsozialarbeiter Martin Keilhauer ihnen zu. Den Martin kennen sie schon, der ist hier für alles verantwortlich. Lautstark stürmen die kleinen Helden Reifenschaukel, Piratenschiff und Bretterburg. Waghalsige versuchen sich an „dem großen Ding”, dem Kletterfelsen.

Auch bei schlechtem Wetter nutzbar

Die Mitarbeiter des Bau- und Betriebshofes haben ganze Arbeit geleistet, wie Bernd Krott, Bereichsleiter Jugend, vor Ort anerkennend erläutert. Eine 60 Quadratmeter große Holzhütte, professionell errichtet mit Wärmedämmung, Holzfußboden, Licht und Stromanschlüssen steht nun auf einem von Findlingen (einer Spende der Nivelsteiner Sandwerke) umrahmten Plateau. Jetzt ist der „ASP” auch bei schlechtem Wetter nutzbar. Dazu trägt eine andere Maßnahme des Bauhofs bei: Das Wiesengelände ist drainiert worden. Krott: „Jetzt verwandelt sich das Terrain bei Regen nicht mehr in eine Schlammlandschaft.”

Per Schwertransport ist das neue Prunkstück herangeschafft worden: der Kletterfelsen. Er wurde in einem mit Holzschnitzeln gepolsterten Rund verankert und vom TÜV abgenommen. Bis zu drei Metern Höhe kann jeder sein Glück versuchen an der Boulderwand, geht etwas schief, landet man weich. Wer höher hinaus will, muss Mittwoch nachmittags kommen, dann sind Mitarbeiter des Teams Jugend vor Ort, die eigens in der Kletterhalle Aachen ausgebildet wurden. Ohne Seil und Haken geht über drei Meter nichts. Die Haken werden danach stets wieder entfernt, wie Stadt-Jugendpfleger Oliver Krings versichert.

Spezielle Angebote

Ab Montag ist der „ASP” nachmittags geöffnet mit besonderen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Der Dienstag steht im Zeichen der vier Elemente, Mittwoch gibt es Sport, und Donnerstag werden Hütten gebaut. Kinder sollen sich austoben, Grenzen ausloten, ihre Kreativität ergründen. Alles mitten in der Natur, ohne Playstation oder Computer, wie Martin Keilhauer betont, der auch für die Sicherheit auf dem Platz sorgt, etwa dass keine Bretter mit eingeschlagenen Nägeln liegen bleiben.

An jedem zweiten und vierten Sonntag sind von 14 bis 18 Uhr Familien willkommen. Dann können Kinder und Eltern gemeinsam den Hammer schwingen, den Grill anwerfen oder sich auf den ersten Metern des Kletterturms austesten. Oder die Großen genießen eine Tasse Kaffee im angrenzenden Restaurant und überlassen das Spiel den Kleinen. „Ich war in Griechenland über 15 Jahre Pfadfinder-Chef. Mit Kindern kann ich gut umgehen”, freut sich der Wirt. „Mit Ioannis Louloudis haben wir eine Kooperation geschlossen”, erläutert Bernd Krott. Er schaut mit nach dem Rechten, auch nachts. Über die Öffnungszeiten hinaus ist der Platz für Gruppen nutzbar, auch zu privaten Anlässen.

Vermietung und Koordination obliegen Gisela Lafarre aus dem Jugendamt, Tel. 02406/83-531. Hier kann sich auch melden, wer Material zum Hüttenbauen (Nägel, Bretter, Werkzeuge) zur Verfügung stellen möchte. „Über solche Spenden würden wir uns freuen”, weist Oliver Krings einen Weg auf, wie man die städtische Jugendarbeit unterstützen kann.
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