Konzens - Konzens kleiner See ist nur von kurzer Dauer

Konzens kleiner See ist nur von kurzer Dauer

Von: P. St.
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Nur von kurzer Dauer war dieses Naturschauspiel. Der kleine See bei Konzen nahe der Unterführung der B399 im Belgenbachtal gehört schon wieder der Vergangenheit an. Foto: P. Stollenwerk

Konzens. Fast wäre Konzen um einen Dorfweiher reicher geworden, oder auch vielleicht um eine Eisbahn im anstehenden Winter, aber nach „ein, zwei unruhigen Nächten”, konnte sich Karl-Josef Mertens vom Bauamt der Stadt Monschau dann doch nicht dazu durchringen, das unerwartet aufgetretene kleine Naturschauspiel einfach gewähren zu lassen.

Konzens kleiner See hatte nur wenige Tage Bestand; seit Mittwoch ist das angestaute Wasser nahe der Unterführung der B399 im Belgenbachtal schon wieder Vergangenheit, noch ehe die Frösche vom neuen Kurzzeit-Biotop Besitz ergreifen konnten.

Aufgrund des starken Regenfälle der vergangenen Wochen, verbunden mit einem reichlich Wasser führenden Lutterbach, hatte sich in der Talsenke ein Rückstau gebildet, der innerhalb kürzester Zeit zu einem See mit rund 5000 Kubikmetern Inhalt anwuchs. Das Einlaufbauwerk für den Lutterbach hatte plötzlich seinen Dienst versagt, nachdem eine größere Menge Äste, Blätter und Steine den Abfluss in den Belgenbach total verstopft hatten.

Das sich rasch ausbreitende Gewässer in der ohnehin wenig nutzbaren Wiesenmulde mit den Resten der Höckerlinie hätte man in Tat sich selbst überlassen können, ehe es sich in Trockenzeiten dann wieder verflüchtigt hätte, wäre da nicht der aufgeschüttete Damm für die Fahrbahn der B399, gegen den eine Wassermasse von 5000 Tonnen beträchtlich andrückte.

„Auf der Belgenbacher Seite trat bereits an mehreren Stellen Wasser aus der Damm-Böschung”, wollte Karl-Josef Mertens nicht das Risiko eingehen, dass das Wasser mit seiner nicht unterschätzenden Kraft den Fahrbahn-Sockel unterspült und die wichtigste Verbindung nach Simmerath hätte gesperrt werden müssen.

Daher war Mertens auch „heilfroh”, dass es dem THW Simmerath am Dienstagabend gelang, mit mehrere Förderpumpen den Wasserstau zu entfernen.

Am Mittwochmorgen schob sich dann ein schwerer Bagger in das verschlammte ehemalige Seebett und machte das mit Gitterstäben geschützte Einlaufbauwerk wieder frei. Der Durchlass des Lutterbachs befindet sich unter der Höckerlinie. Eine Befahrung mit Hilfe einer Kamera zeigte, dass die Betonrohre noch einwandfrei erhalten sind.

Handlungsbedarf sieht die städtische Bauverwaltung dennoch. Als Folge des Konzener Sees soll eine Auflistung aller wichtigten Einlaufbauwerke im Stadtgebiet erstellt werden, die dann regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. „Zum Glück”, bilanziert Karl-Josef Mertens, war der Aufwand in Konzen relativ überschaubar.”

Ende nächsten Jahres aber wird Konzen dennoch um ein zumindest zeitweise gefülltes Gewässer am Lutterbach reicher. Hier wird in Kooperation mit der WAG ein Regenüberlaufbecken mit anschließendem Retentionsfilter gebaut, damit auch bei Starkregen kein belastetes Oberflächenwasser in die Rur gelangt.
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