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Konzen: Der Kindergarten weicht in die Schule aus

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Verstärkte Nachfrage nach U3-Betreuung lässt das Familienzentrum Konzen ab Sommer eine fünfte Gruppe einrichten. Da das eigentliche Kindergartengebäude (Bild) gibt dafür keine Raumkapazitäten mehr her, wie schon die Gruppe „Traumland“ muss dann eine zweite Gruppe ins benachbarte Schulgebäude umziehen. Foto: Schepp

Konzen. Kindergarten, Grundschule und Friedhof – dies waren die dominierenden Themen beim ersten Diskussionsabend über die zukünftige Dorfentwicklung von Konzen. Erstmals hatte der Konzener CDU-Vorsitzende Micha Kreitz – in Fortentwicklung des Konzeptes der offenen Vorstandssitzung – dazu eingeladen.

 Und nach zweieinhalb Stunden stand fest, dass es nicht der letzte sein wird, denn über 20 Konzener Bürgerinnen und Bürger waren in den Saal gekommen und hatten intensiv viele Fragen der Dorfentwicklung miteinander diskutiert.

Zunächst gab es einige Informationen und Nachfragen über die Einrichtung des Bushofes am Himo und die Verbesserung des ÖPNV Richtung Aachen und über die Sanierung der B 258 plus Geh- und Radwegen sowie der Instandsetzung der Dorfstraßen und Feldwege. Im Fokus aber standen besonders zwei Themenbereiche: So wurde zunächst intensiv über das Thema „Kindergarten und Grundschule“ diskutiert. Ratsherr Benno Palm, Mitglied im Sozialausschuss und Vorsitzender des Fördervereins des Kindergartens, stellte die aktuelle Situation im Kindergarten bzw. Familienzentrum dar.

„Vor wenigen Jahren besuchten bereits 100 Kinder unsere damals viergruppige Einrichtung. Heute haben wir auch im jungen Konzen weniger Kinder, aber zugleich hat sich der Bedarf der Familien geändert, gerade was die Betreuung im U3-Bereich angeht. Daher wächst der Betreuungsaufwand und damit der Personal– und Raumbedarf, obwohl wir derzeit ‚nur‘ noch 85 Kinder haben.

Ab dem kommenden Kindergartenjahr werden wir aber zusätzlich eine fünfte Gruppe mit 10 Plätzen einrichten“, erläuterte Palm. Diese Gruppe wird als weitere Gruppe in das Gebäude der Grundschule gehen. Verbunden über das Außenspielgelände, sind dann bereits zwei Gruppen im Grundschulgebäude und nutzen eigens hergerichtete Klassen- und Nebenräume.

Ab Sommer gibt es in Konzen dann zwei Kleinkindgruppen mit zehn Kindern im Alter von vier Monaten bis zwei Jahren, zwei Gruppen mit Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren und eine Gruppe mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Es werden dazu auch zwei neue Erzieherinnen für Konzen eingestellt.

In der Diskussion wurde deutlich, dass alle das hervorragende Angebot und die gute Resonanz des Konzener Kindergartens, der auch von vielen Familien aus den Nachbarorten nachgefragt wird, begrüßen.

Gleichzeitig wurde nachgefragt, ob die verstärkte Raumnutzung im Grundschulgebäude sich nicht nachteilig bei der Entscheidung um mögliche Grundschulstandorte auswirke. Matthias Steffens, Ortsvorsteher und stellvertretender Vorsitzender des Schul-Fördervereins, der auch Träger der OGS-Angebote ist, betonte: „Der Vertrag ist zunächst auf zwei Jahre zwischen Stadt und Städteregion geschlossen. Damit sind keine Vorentscheidungen über künftige Raumnutzungen im Grundschulgebäude verbunden“, sagte Steffens und betonte: „Uns war wichtig, keine Kinder, erst Recht keine Kinder aus Konzen, im nächsten Kindergartenjahr abweisen oder in Containern unterbringen zu müssen, da ein Anbau in der Kürze der Zeit nicht realisierbar gewesen wäre.

Auch sollten wir grundsätzlich mit möglichen Baumaßnahmen zunächst abwarten, bis wir sehen, wie sich der Bedarf in Kindergarten und Familienzentrum weiterentwickelt bzw. welches Ergebnis die Schulentwicklungswerkstatt zur Zukunft der Grundschulen bringt. Schließlich haben wir in Konzen mehr als genug öffentliche Räume“, so der Ortsvorsteher.

Konkret werden nun im Sommer Umzüge im Schulgebäude nötig werden und eine Sanierung der Fenster im Altbau, wo wieder die ortsbildprägenden Sprossenfenster verbaut werden, kündigte Matthias Steffens an und dankte „allen Beteiligten für ihr Entgegenkommen“.

In der Diskussion um die Zukunft der Grundschulen wurden dann verschiedene Lösungsansätze diskutiert, die von einer zentralen Grundschule über die Aufgabe der Teilstandorte bis hin zur Beibehaltung der jetzigen Situation reichten. Im Mittelpunkt der Diskussion stand dabei die Frage, ob und wie die Grundschule in Konzen trotz rückläufiger Kinderzahlen erhalten werden könne.

Wichtig war allen Beteiligten das Wohl der Kinder, und deutlich wurde auch, dass es nicht ohne Veränderungen in der Grundschullandschaft der gesamten Stadt Monschau gehen werde und dass jetzt schon Ungerechtigkeiten vorhanden seien. Im neuen Schuljahr werden im Stadtgebiet sieben Eingangsklassen gebildet – in Höfen bedeutet dies nur 17 Schüler pro Lerngruppe, in Mützenich/Kalterherberg 23 bis 24 Kinder und in Konzen/Imgenbroich sogar 25 bis 26 Kinder.

Nach dem weiteren Schwerpunktthema „Bestattungsformen“ wurden dann noch weitere individuelle Probleme und Fragen angesprochen, vom neuen MON-Kennzeichen bis zur Vennbahn-Route…

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