Simmerath - Kontroverse um Simmerather Sportplatz

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Kontroverse um Simmerather Sportplatz

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Wird jetzt als kontroverses Thema im Kommunalwahlkampf neu aufgerollt: Der Neubau des Kunstrasenplatzes der Hansa Simmerath am Kranzbruchvenn.

Simmerath. Nicht einverstanden ist die Simmerather SPD-Fraktion mit den jüngsten Reaktionen der CDU-Fraktion zum Thema Sportplatzneubau in Simmerath. Die Aussage auf dem SPD-Kommunalwahl-Flyer von Ratsherr Norbert Brewer, dass der Sportplatz „gegen den Widerstand des Bürgermeisters und der CDU gebaut worden“ sei, hatte die CDU-Gemüter erregt. Von einer „unwahren Behauptung“ war die Rede.

Für die Simmerather Sozialdemokraten ruft SPD-Ratsherr Norbert Brewer jetzt noch einmal die Historie des Projektes in Erinnerung und sieht dabei keinen Grund von seiner Behauptung abzuweichen: „Mit dem Wegfall der Josef-Jansen-Sportstätte versprach der Bürgermeister, einen neuen Sportplatz in Simmerath zu errichten.

Als Standort wurde von ihm das nun als ‚Sumpfwiese‘ bezeichnete Gelände neben dem Katastrophenschutzzentrum angeboten. Aus der Vermarktung des neuen Baugebietes erwartete er Einnahmen von 2,4 Millionen Euro. Für 2013 stellte die Gemeinde 400.000 Euro für die Errichtung eines Sportplatzes in Simmerath zur Verfügung. Eine Kostenermittlung durch ein Simmerather Ingenieurbüro belief sich aber auf 450.000 Euro für einen Rasen- und auf 660.000 Euro für einen Kunstrasenplatz. Damit rückte der Sportplatz in weite Ferne.“

Gegen weitere Kostenermittlungen hätten sich dann Bürgermeister und die Mehrheitsfraktion gesperrt. Der Antrag der SPD auf Einbeziehung eines weiteren Planungsbüros sei in der Sitzung des Struktur- und Hochbauausschusses im November 2011 abgelehnt worden. In dieser Sitzung habe sich Ratsherr Josef Mohren (CDU) mit den Worten „Wir werden in Zukunft in der Gemeinde Simmerath zu viele Sportplätze haben“ gegen einen Sportplatzneubau ausgesprochen. Das Ziel müsse es sein, verstärkt die Plätze in anderen Orten zu nutzen, wird Mohren weiter zitiert.

Weiterhin führt Brewer aus: „Zwischenzeitlich lagen der Hansa Simmerath verbindliche Angebote von Fachfirmen für einen Rasenplatz inklusive Einzäunung, Vorplatzbefestigung und Flutlichtanlage vor. Danach beliefen sich die Kosten auf 290 000 Euro. Die Hansa bot dem Bürgermeister schriftlich an, dafür den Rasenplatz zu errichten und bat um die restlichen 110.000 Euro für den Bau eines Vereinsheimes in Eigenleistung. Dieses Angebot wurde von der Gemeinde abgelehnt“. In der Folgezeit seien andere Gründe von der CDU und dem Bürgermeister gegen einen neuen Sportplatz in Simmerath vorgebracht worden. (Bedarfsanalyse, Demografie, Zahl der Mannschaften der Hansa). Auch sei als mögliche Lösung der Hansa Simmerath und dem TSV Kesternich eine gemeinsame Bleibe in Kesternich angeboten worden. „Von der Simmerather Ortsmitte aus ist es bis zum Kranzbruch ungefähr genau so weit wie bis zum Kesternicher Friedhof“, zitiert Brewer Bürgermeister Hermanns wie auch den Simmerather Ortsvorsteher Stefan Haas mit Worten: „Auf Jahre betrachtet ist ein neuer Sportplatz für Simmerath nicht zukunftsfähig.“

Dieses Vorgehen von CDU und Bürgermeister, stellt Norbert Brewer klar, habe er „als Widerstand gegen einen vollwertigen Ersatz für die Josef-Jansen-Sportanlage verstanden“. Die SPD-Fraktion habe seit Beginn der Diskussion den Bürgermeister an sein Versprechen erinnert, dass er der Hansa einen adäquaten Ersatz versprochen habe. Brewer: „Es bleibt aber jetzt als Ergebnis festzustellen, dass eine schöne Sportanlage in unmittelbarer Nähe der Sekundarschule geschaffen wurde, an der viele fleißige Helfer ehrenamtlich mit über 2000 Stunden mitgewirkt haben“. Bei seiner Mitarbeit am Bau des Platzes habe er erfreut sehen können, „wie intensiv diese Anlage für den Schulsport genutzt wird“. Letzte Woche beim Training der Jugendfußballer der Hansa hätten sich mehr als 60 Nachwuchssportler auf der Anlage befunden.,

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