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Konsum in Einruhr macht dicht: Die ersten Gäste sagten schon ab

Von: sas
Letzte Aktualisierung:

Einruhr. Die unerfreuliche Nachricht traf viele Einruhrer wenige Tage vor Weihnachten 2008 wie ein Schlag. Plötzlich waren die Türen des einzigen Lebensmittelgeschäftes (Co op Eifel e. G.) geschlossen.

Ganz unerwartet war diese Entwicklung für einige Bewohner allerdings nicht, zeichnete sich doch seit Monaten ein stetig weniger werdendes Warenangebot ab. Im Oktober fand in Mützenich eine Mitgliederversammlung statt. Von einer bevorstehenden Schließung des Geschäftes in Einruhr stand nichts auf der Tagesordnung.

Einige Genossenschaftsmitglieder aus Einruhr, die an dieser Versammlung teilgenommen haben, baten aufgrund der schlechten Zahlen um Aushändigung der Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnung der letzten Jahre. Diese Aushändigung wurde vom Vorstand und Geschäftsführung zugesagt, jedoch ist dies bis heute nicht geschehen.

Das Ortskartell in Einruhr hat sich mit dieser Problematik beschäftigt und ein Gespräch mit dem Vorstand gesucht. Ziel dieses Gespräches sollte die Teilung der Genossenschaft (Auflösung und Neugründungen in Mützenich und Einruhr) sein. Hierzu sollten Wertgutachten und Zahlenmaterial erstellt werden. Offensichtlich wird dieses Ansinnen vom Vorstand nicht weiter verfolgt, da inzwischen der Verkaufsraum zur Vermietung angeboten wird.

Anfang Dezember 2008 fand dann eine Versammlung der Einruhrer Genossenschaftsmitglieder statt, zu der das Ortskartell eingeladen hatte. Der Vorstand der Co op Eifel war ebenfalls geladen, ist jedoch nicht erschienen. Die Versammlung hatte vom Vorstand einige Informationen erhofft und wurde durch das Nichterscheinen enttäuscht. Viele Mutmaßungen wurden angestellt.

Schließlich wurde ein Brief verfasst, mit dem der Vorstand gebeten wurde, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Diesem Antrag wurde nicht stattgegeben, weil dem Antrag eine Begründung fehle. Allerdings wurde angeboten, eine Informationsveranstaltung durchzuführen.

Die Genossenschaftsmitglieder in Einruhr sind bereits seit Jahren erbost über die mangelnde Informationsbereitschaft des Vorstandes. Selbst drei Mitglieder des Aufsichtsrates haben in den letzten Jahren das Handtuch geworfen, weil sie vom Vorstand keine bzw. unzureichende Informationen erhielten. Das im Fenster hängende Schild „Wohnung zu vermieten” sei ein Irrsinn, da gar keine Wohnung vorhanden.

Eine Pensionswirtin berichtet, dass Gäste drei Wochen bei ihr Urlaub machen wollten, jedoch wegen fehlender Einkaufsmöglichkeiten abgesagt haben.
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