Konkrete Hilfe für die ganz jungen Mütter

Von: Helga Giesen
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Christiane (links) und Bernhard Müller sowie Christine Willemsen freuen sich beim Richtfest des Mutter-Kind-Heims in Roetgen über den zügigen Baufortschritt. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Allen Unbilden des Wetters zum Trotz konnte in Roetgen nach nur wenigen Wochen Bauzeit der Richtkranz am neuen Mutter-Kind-Heim im Rommelweg aufgezogen werden.

Im Namen aller beteiligten Firmen und Handwerker sprach Rainer Brüll den Richtspruch über ein „einzigartiges Gebäude, das ein Dach bieten soll für die, die Hilfe brauchen”. In vorbildlicher Zusammenarbeit, so Brüll, sei es gelungen, die im Dezember durch Schnee und Frost verlorene Zeit aufzuholen und bis zum 21. Januar den Rohbau winterfest zu machen. Den Bauherren und allen Bewohnern wünschte er Glück und Segen. „Möge Gott seine Hand schützend über dieses Haus halten”, beendete er den Richtspruch.

Bauherren und Betreiber des von Architekt Wilfried Huppertz geplanten Projekts sind das Ehepaar Christiane und Bernhard Müller sowie Christine Willemsen. Die beiden Diplom-Sozialpädagoginnen mit langjähriger Erfahrung in ambulanter Hilfe zur Erziehung stehen für das Konzept und die pädagogische Leitung des Hauses, der Unternehmensberater Bernhard Müller ist der kaufmännische Kopf des Unternehmens. Christiane Müller und Christine Willemsen leiten seit drei Jahren gemeinsam die „Netzwerkstatt Familie” in Stolberg, in der ein Team von Fachkräften Unterstützung in allen Belangen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe anbietet.

Anfangs einige Vorbehalte

Dass beim Richtfest auch etliche Nachbarn vorbeischauten, um sich über das Projekt zu informieren, freute die Initiatoren besonders. Anfangs hatte es sowohl in den politischen Gremien als auch in der Bevölkerung einige Vorbehalte gegeben. Christiane Müller stellt jedoch klar, dass das Mutter-Kind-Haus weder ein „Frauenhaus” sei, wo möglicherweise gewalttätige Partner vor der Tür stehen könnten, noch werden Drogenabhängige aufgenommen, für die anderweitig Betreuungsmöglichkeiten bestünden.

Vielmehr gehe es hier darum, den oft noch sehr jungen Frauen und ihrem Nachwuchs die Unterstützung zuteil werden zu lassen, die ihnen ihr häusliches Umfeld nicht bieten kann. Hier finden sie eine 24-Stunden-Betreuung, wenn ambulante Hilfen durch die Jugendämter nicht ausreichend sind.
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