Roetgen - Klimaanlage für die Schulaula vom Rat auf Eis gelegt

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Klimaanlage für die Schulaula vom Rat auf Eis gelegt

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Es ist noch nicht lange her, da haben sich die Fraktionen im Roetgener Gemeinderat bei der Schulsanierung zu einem Kompromiss zusammengerauft, vor allem unter dem Diktat des Sparens. Zurückgestellt wurde dabei zunächst die energetische Sanierung des Altbaus.

Doch kaum war diese Kuh vom Eis, wurde ein neues Fass aufgemacht. Besser, eine altes Thema wurde wieder aufgewärmt: die Klimaanlage für die neue Schulaula.

Während Rat und Verwaltung an allen Ecken zurrten und zerrten, um die Enden zusammen zu bekommen, wurde in der Gesellschafteversammlung der Roetgener Gemeindeentwicklungs-Gesellschaft (RGEG) ein auch dort auf Eis liegendes Thema aufgetaut und von CDU, SPD, FDP und Grünen durchgewunken.

Lediglich die UWG ging auf die Barrikaden und wetterte gegen diese Investition in Höhe von 85.000 Euro, Geld, das die Gemeinde nicht hat. Die Unabhängigen bezeichnen diese Anlage als „überflüssige Gerätschaften” und kritisierten vor allem die Grünen, die den „Klimakiller Klimaanlage” offensichtlich einer energetischen Sanierung vorzögen.

Mit ihrem Antrag in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause ging es der UWG-Fraktion denn auch in erster Linie um Transparenz und Öffentlichkeit, wie Fraktionschefin Silvia Bourceau betonte: „Die UWG will damit verhindern, dass Maßnahmen einfach so in der RGEG durchgewunken werden. Durch die Budgetliste ist klar definiert, welche Maßnahmen im Schulbau durchzuführen sind. Eine Klimaanlage oder ein Rückkühlgerät sind dort allerdings nicht aufgeführt.”

Die Einsparung der energetischen Sanierung sei keinesfalls, wie von der Verwaltung argumentiert, ein „Freifahrtsschein”, geschweige denn eine Genehmigung für „willkürliche Luxusausgaben” in diesem Schulbau. „Wir hatten eigentlich gehofft, dass man aus der Misere gelernt hat.” Der „Vorgang” in der RGEG „hat uns allerdings eines Besseren belehrt”.

Nicht ein großer Veranstaltungsraum in den Nachbarkommunen verfüge über eine Klimaanlage , so die UWG, nicht die Tenne in Eicherscheid, nicht die Aula des St. Michael Gymnasiums in Monschau und auch sonst keine andere Veranstaltungshalle, beispielsweise in Höfen oder Kalterherberg.

Die Unabhängigen werten die Entscheidung des Rates als Erfolg ihrer Hartnäckigkeit, denn einstimmig wurde der Beschluss der RGEG-Gesellschafterversammlung kassiert. Silvia Bourceau: „Wir sollten nicht schon vor Beginn der Altbausanierung, ohne Kenntnis dessen, was uns noch ereilt, wieder das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster schmeißen.”

Moderater drückte sich Manfred Wagemann, einer der beiden neuen RGEG-Geschäftsführer aus. Das Thema Klimaanlage sei zwar zunächst zurückgestellt, doch irgendwann werde es wieder ein Thema werden.

Wagemann: „Wir müssen erst einmal abwarten, wie sich die Frequentierung der Schulaula entwickelt.” Sei sie im Hochsommer voll besetzt und bei den Besuchern rinne der Schweiß, dann sollte man nachdenken.

Bei der Schulsanierung ist der RGEG-Geschäftsführer guten Mutes, dass alles wie vereinbart über die Bühne geht. Wagemann geht davon aus, dass die Arbeiten „Mitte des nächsten Jahres” abgeschlossen sind.
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