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Klänge in der Aukirche gehen zu Herzen

Von: peo
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Monschau. Beim Konzert der Musikvereinigung Montjoie spannen das Orchester, Solisten und der Frauenchor „Cantastic“ einen weiten Bogen. Unter dem Motto „Das Beste“ hatten sie am Sonntag zur zehnten Auflage ihres Konzertes in die Monschauer Aukirche eingeladen.

Mit einem furiosen Auftakt „Aus alter Zeit“ eröffneten die Musiker mit bekannten Marschthemen wie dem „Coburger“, dem „Marsch aus der Zeit Friedrichs des Großen“ und dem von ebenjenem alten Fritz komponierten „Hohenfriedberger“, welcher auch im Trio von Johann Gottfried von Piefkes „Königgrätzermarsch“ Verwendung findet, einen kurzweiligen Trip in die Musikgeschichte.

Hilmar Weber begrüßte die Zuhörer wie die musikalischen Gäste – den Frauenchor Cantastic – und den stellvertretenden Bürgermeister und Moderator des Konzertes, Georg Kaulen. „Ich bin sehr stolz auf unsere kleine Tradition, welche ohne ein begeistertes Publikum nicht möglich wäre. Wir widmen dieses unserem kürzlich verstorbenen Vereinskameraden Raimund Müller“, sagte Weber ehe man sich weiter dem Besten der Konzerten von 2007 bis 2015 widmete.

Weiter ging es mit „A Londonderry Air“ der Nationalhymne Nordirlands, Guilio Gaccinis „Ave Maria“ und den bekannten Klängen aus „Schindlers Liste“, Steven Spielbergs Meisterwerk aus dem Jahre 1993. Nach diesen musikalischen Höchstleistungen hatten sich die Musiker eine kurze Verschnaufpause verdient und hatten die Frauen von Cantastic ihren ersten Auftritt.

Mit „Cantar“ hielten kubanische Salsa-Klänge Einzug in ein gut gefülltes Gotteshaus. „Love never fails“ zeigte den Zuhörern, wie schön man Bachs Meisterwerk des Barocks „Air“ interpretieren kann. Zum Schluss des ersten Auftrittes wurden zwei emotionale Stücke, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, dargeboten: Mit Elton Johns „Circle of Life“ reiste man in die afrikanische Steppe, um einen der erfolgreichsten Disney-Filme aller Zeiten, den „König der Löwen“ zu würdigen. Beeindruckend und nahegehend dann auch Enyas „Only time“, das man unweigerlich mit den Schreckensbildern der Terroranschläge auf das World Trade Center am 11. September 2001 verbindet.

Dann waren zwei Solistinnen an der Reihe. Sandra Jakobs und Malena Canabal interpretierten das durch die Schlagersängerin im Jahre 1968 populär gewordene „Lied der Taiga“ auf der Trompete.

Erinnerung an Udo Jürgens

Dann war wieder das gesamte Orchester gefragt: Mit Albert Feys „Jesus berühre mich“, dem launigen Potpourri „Udo Jürgens live“ nahm die musikalische Reise weiter Fahrt auf. Nach dem „St. Louis Blues“, der insbesondere durch Glenn Miller und Louis Armstrong berühmt wurde, und dem aus „Sister Act“ bekannten „I will follow him“ hatten Cantastic wieder den Taktstock in der Hand.

Mit Leonhard Cohens „Hallelujah“ eröffneten die stimmgewaltigen Frauen ihren zweiten Gesangsauftritt. „You raise me up“ (Du machst mir Mut), eine Botschaft man gerade in schwierigen Zeiten nicht unterbewerten sollte, sowie Silbermonds „Das Beste“ – passend zum Motto des Konzerts – rundeten das Programm des Chores aus Lammersdorf ab – allerdings nicht ohne eine Zugabe: Mit „We are the world“ hatte man, sicher nicht ohne Bedacht, ein Stück gewählt, dessen Thema aktueller nicht könnte.

Danach konnten die Damen von Cantastic sich entspannt zurücklehnen und weitere Solisten bewundern. Mit Bert Kaempferts „Strangers in the night“ hieß es erst einmal „Let´s swing“. Für Alain Flas war danach aber noch nicht Schluss – er wechselte lediglich das Instrument – von der riesigen Orgel zum Lieblingsinstrument, der Tin Whistle. Begleitet auf der Orgel durch Stephan Laschet, präsentierte die beiden sodann eine irische Volksweise. Ungewohnte Klänge – das kam an!

Zu guter Letzt war dann aber wieder die gastgebende Musikvereinigung gefragt. Mit „Gabriellas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“, Frank Sinatra weltberühmtes „My Way“ und „Sandmännchen“ und dem „Abendsegen“ aus dem zweiten Akt der Oper „Hänsel und Gretel“ war dann die musikalische Reise in der Aukirche fast zu Ende.

Nach dem Schlusswort von Hilmar Weber, der allen Solisten, Cantastic unter der Leitung von Michael Rieck, Dirigent Jeff Brings, Georg Kaulen für die Moderation und dem applausfreudigen Publikum dankte, war eine Zugabe Pflicht. Mit dem „Böhmischen Traum“ endete ein Sonntag in der Aukirche, den die Zuhörer wohl nicht so schnell vergessen werden.

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