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Kirchenkontroverse provokant aufs Korn genommen

Von: ale
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Die „Interessengemeinschaft Jugend Schmidt” hat in einem Vier-Minuten-Video die Kontroverse zwischen dem örtlichen Kirchenvorstand und dem Generalvikariat Aachen aufs Korn genommen.

Schmidt. Die „Interessengemeinschaft Jugend Schmidt” ist weit über die Grenzen des Ortes hinaus bekannt. Ihr Aushängeschild ist der „Randaleball”, der eine 30-jährige Tradition hat und immer wieder zum angesagten Treffpunkt der Jugend der Region wird. Jetzt macht die Gruppe aber auch in anderen Kreisen von sich reden.

Mit einem Vier-Minuten-Video nimmt die Gruppe in einer Mischung aus Provokation, Slapstick und Spott die Kontroverse zwischen dem örtlichen Kirchenvorstand und dem Generalvikariat Aachen aufs Korn.

Die Plakate zum Randaleball haben schon Kultwert, sie zeugen oft von einem außergewöhnlichen Ideenreichtum und sind aufgrund ihrer witzig-frechen Aufmachung ein echter Hingucker.

Zum Status des begehrten Sammelobjektes wird es wahrscheinlich das Plakat zum vergangenen Randaleball bringen, hier wird zum „Weihnachtsrandaleball in St. Nunziata” eingeladen unter dem Motto „Biste Assi, biste König - musste weg!” Eine weitere Besonderheit der Fete: Die Mitglieder des Kirchenvorstandes hatten freien Eintritt zum Weihnachts-Randaleball.

Dass diese tatsächlich der Einladung folgen würden, damit hatte die IG Jugend Schmidt nicht ernsthaft gerechnet. Aber die Ankündigung eines „Enthüllungsvideos” mag sie wohl angelockt haben. So kam es, dass sich tatsächlich Jung und Alt über einen kleinen Film köstlich amüsierten: Wer da im Mittelpunkt des Interesses steht, ist unschwer zu erraten. Gedreht an Original-Schauplätzen mit Laienschauspielern, hat das Werk mit Sicherheit den Akteuren einen höllischen Spaß gemacht. Wie eine wilde und wütende Meute mit Besen und Mistgabeln Hochwürden aus der Kirche und aus dem Dorf jagt - unterlegt vom abgewandelten „Ich will noch nicht geh´n” (von Laserkraft 3D), ist eine von scharfer Ironie und komödiantischem Spott geprägte Darstellung, gnadenlos und gar nicht fromm.

Nicht mal Kirchenasyl wird dem flüchtenden Pfarrer gewährt, die Flucht geht durch Strauch nach Simmerath und weiter ins Monschauer Land, schließlich nach Rom und Köln und endet - im „Halleluja” aus Georg Friedrich Händels Messias.

Das „Enthüllungsvideo” sorgt zurzeit für viel Gesprächsstoff in Schmidt; jedenfalls gibt es im Gästebuch der IG Jugend bereits Einträge von Menschen, die zum Ausdruck bringen, dass diese Solidaritätsbezeugung mit dem Kirchenvorstand durchaus sympathisch finden.

„Überrascht” von den zahlreichen Reaktionen zeigte sich Maik Falter (29), seit zwölf Jahren Mitglied der IG und und derzeit Vorsitzender der Gruppe. In der IG habe es durchaus Tradition, aktuelle Themen aus dem Dorfgeschehen aufzugreifen und diese überspitzt darzustellen. Viele Ideen des Kurzfilms seien spontan entstanden und umgesetzt worden. Falter: „Wir haben uns sonntags drei Stunden lang getroffen, dann war das Video fertig.”

Seit Monaten gibt es eine offene Konfrontation zwischen dem der Bistumsverwaltung in Aachen und dem Kirchenvorstand der Pfarre St. Hubertus Schmidt, die darin gipfelte, dass der komplette Kirchenvorstand seines Amtes enthoben wurde. Die Geschäfte des Kirchenvorstandes wurden von einem Verwalter übernommen.

Das Video ist auf der Internetseite der Gruppe zu sehen.
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