Roetgen - Kippt die Dorfkernerneuerung in Mulartshütte?

Kippt die Dorfkernerneuerung in Mulartshütte?

Von: heg
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Roetgen. Ist es angesichts der finanziellen Lage der Gemeinde der richtige Zeitpunkt, über eine „Dorfkernerneuerung Mulartshütte” zu beraten? Mit dieser Frage löste UWG-Mitglied Günther Severain im Roetgener Bauausschuss eine kontroverse Diskussion aus.

Immerhin soll die Neugestaltung des Dorfmittelpunkts rund um das Denkmalensemble Nagelschmiede/Altes Jägerhaus, die Grünanlage Weltersschaart mit dem Gewässer Rommerichsief und das historische Dorfkreuz insgesamt mit rund 600.000 Euro zu Buche schlagen.

In diesem Bereich liegt auch eine viel befahrene Straßenkreuzung L12/L238, deren Entschärfung auch Bestandteil der Planungen sein sollten. Entwürfe, deren Grundzüge gemeinsam mit interessierten Bürgern in der „Zukunftswerkstatt Mulartshütte” erarbeitet worden waren, hatten schon mehrfach die Gremien der Gemeinde beschäftigt.

Jetzt stand das Thema erneut auf der Tagesordnung. Nachdem man sich schon mehr als eine Stunde lang mit den Planern über Gestaltungsdetails ausgetauscht hatte, gab Günther Severain der Diskussion dann eine andere Richtung, auch wenn Ausschussvorsitzender Karsten Knoth (SPD) darauf verwies, dass diese Frage im Rahmen der Haushaltsberatungen gestellt werden müsse.

Es sei an der Zeit, den Bürgern zu sagen, dass nicht mehr alle Wünsche erfüllt werden könnten, unterstützte Silvia Bourceau ihren Fraktionskollegen. Zustimmung erhielt die UWG von den Grünen. So sah Claudia Ellenbeck „keinen dringenden Bedarf für Veränderungen” und wollte auch nicht mehr in Planungskosten investieren. Davon sind bisher ca. 30.000 Euro angefallen.

Dagegen forderte Klaus Onasch (SPD), dass sich die Maßnahme bei den Haushaltsberatungen dem Wettbewerb mit anderen Projekten stellen müsse und es nicht angehen könne, dass heute Planungen gekippt würden, die, wie Frank Knur hervorhob, mit so großer Beteiligung der Bürger durchgeführt wurden. Diesen Standpunkt unterstützte auch Wolfgang Schruff für die CDU.

„Prioritäten werden in der Haushaltsplanung gesetzt”, will auch Bürgermeister Manfred Eis dem Projekt eine Chance geben. Dafür sprachen sich auch die neun Ausschussmitglieder von SPD, CDU und FDP aus, die fünf UWG- und Grünen-Vertreter verweigerten die Zustimmung.
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