Monschau - Kinder üben das „Monscher Kermes Lied”

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Kinder üben das „Monscher Kermes Lied”

Von: rpa
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Rolf von Contzen (links oben)
Rolf von Contzen (links oben) und für Rolf Fast (Mitte mit Gitarre) ist es ein Anliegen, dass auch die Kindergartenkinder das „Monscher Kermeslied” kennen und können und es im Fackelzug kräftig mitsingen können. Beide waren nun im Kindergarten zu Gast, um den Kindern das Lied auf Platt beizubringen. Foto: R. Palm

Monschau. „Knepplatz” gibt es für alle Kinder, wenn sie zuvor im Fackelzug durch die Straßen und Gassen der Monschauer Altstadt ziehen. „Knepplatz” und der Fackelzug gehören seit alter Zeit zu den „Zutaten” der „Monscher Kermes” - ebenso wie das „Monscher Kermes Lied”.

„Da laach, da kraach ich, da vall ich op de Vott, Vott, Vott”. Das mit der „Vott” hatten die Jungen und Mädchen schnell gelernt, ebenso das mit dem „drop, drop, drop”.

Im Monschauer Kindergarten St. Ursula übten die Kinder sich in einer „fremden Sprache” - in „Monscher Platt”. Die Kinder sprachen aufmerksam nach, was Rolf Fast ihnen langsam vorsprach: „Ze Monscher Kermes Oovend, da backe merr Wägge on Vläam, on Knepplatz on Brezel on alles, watt jott schmaacht jott.”

150 Jahre oder noch viel älter mag das Lied sein, das die Monscher singen, wenn sie mit Fackeln in den Händen durch die Altstadt ziehen. Damit aber auch die Kindergarten-Kinder in den Gesang einstimmen können, waren Rolf von Contzen, Vorsitzender der Kolpingfamilie, und Rolf Fast nun im Kindergarten, um den Jungen und Mädchen das „Monscher Kermes Liedchen” beizubringen. Das uralte Lied erzählt heute noch davon, wie einst in Monschau Kirmes gefeiert werde - mit Wägge (eine Art Süßbrot), und „Vläam”, mit Brezele und mit Knepplatz.

Zur Kirmes gehören aber auch Spaß und fröhliche Ausgelassenheit: „Da laach, da kraach ich, da vall ich op de Vott, da schleet mit Moder drop, da laach ich mich kapott.”

Für den richtigen Ton in der Melodie sorgte Rolf Fast mit seiner Gitarre, er sang den Kindern das Liedchen vor - und bald konnten die Jungs und die Mädchen „et Monscher Kermes-Leedche”.

Darüber freute sich der Vorsitzende der Kolpingfamilie sehr. Ihm ist es ein besonderes Anliegen, dass die alte Monschauer Tradition bewahrt wird und auch in Zukunft lebendig bleibt. Dafür sollen auch die Kindergarten-Kinder sorgen, wenn sie groß und erwachsen sind. Und weil die Kinder, die nach eigenem Bekunden kein Wort Platt können und kaum wussten, was das Wort Platt überhaupt bedeutet, so schön „Monscher Platt” geübt und das Kirmes-Lied gesungen haben, gab es für alle eine süße Belohnung.

Rolf von Contzen wie auch Rolf Fast haben dann die Kinder und ihre Eltern eingeladen, am Fackelzug teilzunehmen - so am heutigen Samstag, 1. September, ab 19.30 Uhr ab Marktplatz. Der erste Kirmestag klingt dann mit „Christian´s Musikshow” im Kolpinghaus aus, dorthin sind die Kinder (und Erwachsene) dann auch zum Knepplatz-Essen eingeladen.

Zur Monschauer Kermes am kommenden Wochenende, die von den Bürgerschützen organisiert wird, gibt es dann weitere Fackelzüge: so den Kinderfackelzug am Freitag, 7. September, ab 19 Uhr (Treffpunkt ist der Marktplatz) und am Samstag ab 19.30 Uhr.

Die Fackelzüge zum Beginn der Kirmes und das Kirmeslied sind seit altersher eine besondere Monschauer Spezialität, die auch Mia Gröner (1906 - 1968) in einem Mundart-Gedicht unter anderem so besungen hat: „Os Kermesled ze senge hell, d´r klenste Köttel es z´r Stell. De Musik bliest on flöt em Trett, jans Monsche löft dohenger met.”
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