„Kick-off-Tag” der Kunstakademie Heimbach zieht 120 Teilnehmer an

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Leonie Schneider, Ruth Koch und Ulrike Schneider (v.l.) zeichnen begeistert mit „Heimbacher Pfaffenhütchen-Kohle”. Foto: Elberfeld

Heimbach. „Vielen Menschen wurden und werden leider noch immer die Kunst und auch die Musik in der Kindheit ausgetrieben, weil Kunst und Musik zu sehr gelehrt und zu wenig gelebt werden.” So fasst der Leiter der Heimbacher Kunstakademie, Professor Dr. Frank Günter Zehnder, das Problem in Worte.

Sein großes Ziel und das aller Kursleiter der Akademie sei es daher, den Leuten Kunst wieder nahezubringen, ihnen zu helfen, die in der Kindheit und Jugend aufgebauten Schranken abzubauen. Künstler aus 14 Nationen - quer über den Erdball verstreut - unterrichteten im Jahr 2010 insgesamt 522 Studierende, 222 mehr als eine vorher in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie für die Kunstakademie errechnet hatte.

In allen Ateliers

Gerüchte über einen Rückgang der Studentenzahlen im Sommerloch des vergangenen Jahres seien von der Realität überholt worden”, sagt Professor Zehnder. Zu Beginn dieses Jahres nun war wieder ein „Kick-off-Tag” angesagt, im Volksmund auch Schnuppertag genannt. Für die 14 Workshops an diesem Samstag hatten sich 120 Leute gemeldet. Sieben Workshops fanden morgens, die andere Hälfte am Nachmittag statt. Zehnder rechnet damit, dass sich von diesen 120 Interessierten etwas über die Hälfte dann tatsächlich für das kommende Semester anmelden werden.

In allen Ateliers wurde dann auch den ganzen Samstag über gearbeitet, gewerkelt, geknetet, gemalt, gezeichnet.

Die Teilnehmer des Zeichenkurses von Karl Mebold waren angetan von ihrem Malwerkzeug: „Heimbacher Pfaffenhütchen-Kohle” aus dem Meiler von Heimbach-Düttling der Familie Linden. Begeistert kneteten und formten die Frauen rund um Marion Winkel-Wergen ihre „Paperclay-Keramik”, eine Keramik angereichert mit Zellulose. Nach einer Arbeitsstunde kristallisierten sich schon filigrane Skulpturen heraus. „Doch keine Bange”, versprach Winkel-Wergen, „diese Technik ist auch für Anfänger absolut geeignet.”

Nebenan wurde mit Acryl auf Papier gemalt, einige Teilnehmer rückten im nächsten Raum Holzklötzen mit Hammer und Meißel zu Leibe, Gabriele Kremer brachte ihrer Gruppe bei, wie man vergoldet. Inszenierte Fotografie, Fotografie und Fotocollage, Malerei und Performance, Materialdruck und Druckgrafik, Figürliche Keramik und das kunstvolle Anfertigen von Stahlskulpturen waren weitere Seminarthemen. Und trotz des schlechten Wetters hatten sich Liebhaber der laufenden Bilder draußen zusammengefunden, um zu lernen, wie man einen Videofilm ohne Wackler dreht.
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