Kesternicher Fußballfrauen laufen trainerlos in die Winterpause

Von: Kurt Kaiser
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„Er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht“, heißt es immer so schön in der Bundesliga, wenn eine Mannschaft und ihr Trainer nicht mehr miteinander klarkommen. Dieses Schicksal hat nun auch die Fußballfrauen des TSV Kesternich und Trainer Oliver Altenbach ereilt. Foto: Heiner Schepp

Kesternich. Gerade Mal drei Tage befand sich die Frauenmannschaft des TSV Kesternich in der Winterpause, als am Mittwochabend von der Straucher Straße die Meldung kam, dass man sich Ende diesen Monats in gegenseitigem Einvernehmen von Trainer Oliver Altenbach trennt.

Erst im Sommer diesen Jahres hat der Coach den Job an der Straucher Straße angetreten. Für die meisten war die spontane Trennung eine Überraschung, allerdings für die, die ganz nah an der Mannschaft waren, kam die Meldung nicht mehr so überraschend, obwohl die Negativserie von zuletzt vier Niederlagen in Folge in der Mittelrheinliga nach Auskunft des Vereins nicht der Grund für die Trennung war. Wo die Gründe liegen, ist letztendlich auch relativ, Fakt ist, dass die Verantwortlichen des TSV nun kurzfristig handeln müssen und zum Jahresanfang einen neuen Trainer präsentieren müssen, der die Mannschaft auf den Rückrundenbeginn am 9. März einstimmt.

Dass die Gruppe sich mit einer deutlichen 1:6-Abfuhr beim Tabellennachbarn Union Biesfeld in die Winterpause verabschiedete, war auch nicht geplant. „So wollten wir uns eigentlich nicht in die Winterpause verabschieden, aber zwischen Wunsch und Realität kann es schon Mal weit auseinander gehen“, hatte Oliver Altenbach solch ein deutliche Niederlage seiner Damen im bergischen Land nicht auf der Rechnung. „Wahrscheinlich waren die Mädels gedanklich schon in der Winterpause, denn der Gegner war uns in alle Belangen überlegen und hat alle Schwächen schonungslos aufgedeckt“, suchte der Coach noch zwei Tage später nach Erklärungen für das eigentlich unerwartete Debakel bei einer Mannschaft, die bis zum vergangenen Spieltag in der Tabelle hinter den Grün-Weißen rangierte.

Die Gastgeber gingen zwar schon frühzeitig durch Jill Schneider in Führung, jedoch konnte Svenja Frantzen diese in der zehnten Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter egalisieren. Im weiteren Spielverlauf dominierten aber immer mehr die Einheimischen. Jill Schneider brachte sie wieder in Führung, Marie Katharina Uhlig erhöhte auf 3:1.

Auch in Halbzeit zwei stellte der TSV-Coach fest: „Wir waren immer einen Schritt zu weit weg und kamen meistens einen Schritt zu spät“. Nach einer guten Stunde war mit dem Treffer zum 5:1 mehr als eine Vorentscheidung gefallen. In der 80. Minute machte Jill Schneider mit ihrem dritten Treffer das halbe Dutzend voll und den Endstand klar.

„Wir haben gegen einen viel spielfreudigeren Gegner verdient verloren“, konstatierte Oliver Altenbach, der sich zwei Tage später aus der Nordeifel verabschiedete.

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