Aachen - Kemperman wohnt beim CHIO im Stall

Kemperman wohnt beim CHIO im Stall

Von: Sebastian Dreher
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Spannende Talkgäste: Bernd Büttgens (2.v.r.), stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, und Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt (2.v.l.) begrüßten (v.l.)Herbert Frings, Maria Jansen, Frank Kemperman, Jürgen Aberle und Ulrich Wigger auf der Bühne. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zum dritten Mal in der laufenden Spielzeit hat das schlagfertige Moderatorenduo Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, und Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters, zum „Talk im Grenzland” geladen. „In Aachen ist man ja schon nach zwei Terminen Tradition”, scherzte Brandt und versprach dem ausverkauften Haus eine „Vuvuzela-freie Zone”.

Mit Ulrich Wiggers nahm ein dem Theater und dem Publikum bekannter Schauspieler und Regisseur auf dem Talk-Sofa Platz. Wiggers Regiearbeit „Alte Freunde” war im Frühjahr im Grenzlandtheater zu sehen. Mit der Bühnenversion der „Buddenbrooks” wagen sich Intendant und Regisseur an einen Klassiker, der allein wegen seiner Dimension als schwierig umzusetzen gilt.

„Nachdem Uwe mir das Stück angeboten hatte, habe ich erst mal gewartet, wie sich die Idee in meinem Kopf entwickelt”, sagt der Regisseur. „Nach vier oder fünf Tagen hab ich gesagt: Ja, aber” Dieses „aber” heißt im Klartext, dass es keine Modernisierung des Stoffes geben wird, die Schauspieler also mit historischen Kostümen spielen werden. Mit der Ankündigung, dass Ingeborg Meyer für die Rolle der Konsulin vorgesehen ist, erntete der Filmemacher zustimmendes Raunen und Beifall. Die Proben zu dem Mann-Stück beginnen ab sofort, Premiere wird voraussichtlich der 19. August sein.

Die zweite Runde stand unter dem ungewöhnlichen Motto: „Ein Mensch ohne Macke ist Kacke”. Die Eheleute Maria Jansen und Jürgen Aberle haben sich nach langen Jahren der stationären Unterbringung endlich den Traum vom eigenen Heim verwirklichen können. Im „Freizeit- und Begegnungszentrum” der Lebenshilfe Aachen an der Adenauerallee wohnen die beiden Menschen mit Behinderung in einer separaten Wohnung und haben sichtlich Freude daran. „Wir sind sehr stolz auf uns”, sagte die Frau in mittleren Jahren. „Es ist viel schöner als im Wohnheim.”

Schließlich wurde ALRV-Vorstandsvorsitzender Frank Kemperman auf die Bühne gebeten. Der Chef des CHIO verriet einige Geheimnisse seines Erfolges, etwa dass er sich während des Turniers eine Wohnung im Stallbereich einrichtet, um jederzeit erreichbar zu sein. Der Vollblut-Manager zog einige Vergleiche zu seinem Duzfreund Erik Meijer, dessen Job bei der Alemannia oftmals nervenaufreibender sei als der des Pferdesportlers. „Wir beim Chio verlieren keine Spiele. Erik hat es nach schlechten Tage sehr schwer.”

Zwischen den Talkrunden ließ das „Blue Notes Trio” die Zuschauer mit lebhaftem Jazz auf andere Gedanken kommen. Das Schlusswort hatte Intendant Brandt, der sich für das Vertrauen des Publikums in seine erste Spielzeit bedankte. Informationen zum nächsten „Talk im Grenzland” gibt es an der Theaterkasse oder im Netz.
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