Keine Spur von Heimweh in der Eifel

Von: ho
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Ein kleines Freundschaftsspiel in Ehren: Das Ergebnis beim Fußballmatch zwischen den Eifelern und den südafrikanischen Pfadfindern war sekundär. Die Lammersdorfer Pfadfinder vom Stamm Maximilian Kolbe boten den Gästen vom afrikanischen Kontinent drei unterhaltsame Tage. Foto: Karl-Heinz Hoffmann

Eifel. Heimweh hat nach eigenem Bekunden keiner von ihnen. Und wenn es doch jemand treffen sollte, kann man nicht mal eben schnell nach Hause fahren, da der Heimatort gut 9000 Kilometer Luftlinie entfernt ist.

Die 14 südafrikanischen Pfadfinder, die seit Freitagnachmittag in Lammersdorf bei ihren „Kollegen“ vom Stamm Maximilian Kolbe angekommen sind, haben allerdings keinerlei Absichten, ihre freundlichen Gastgeber vorzeitig zu verlassen. Insgesamt drei Wochen halten sich die südafrikanischen Pfadis im Rahmen eines Gegenbesuchs in Nordrhein-Westfalen auf und treten am 27. Juli die Rückreise in die Heimat an.

Der Gegenbesuch basiert auf dem vor zwei Jahren entstandenen Projekt „Baam“ (Big Aachen Africa Meeting). Im Juli 2012 waren 24 Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aus Aachen, Mönchengladbach und der Eifel zu einer dreiwöchigen Begegnungsreise nach Südafrika gestartet. In der dortigen Region Mpumalanga nahmen sie an einem Klima- und Umweltprojekt teil. Unter ihnen auch Randi Ewert aus Lammersdorf vom Stamm Maximilian Kolbe. Sie war dabei, als das deutsche Team dort neben einem Auffangheim für Kinder einen Gemüsegarten in der Größe eines Tennisplatzes anlegte. Daneben errichtete man einen Wassertank und installierte ein Bewässerungssystem. Alles in allem eine schweißtreibende Arbeit am südlichsten Zipfel des schwarzen Kontinents, bei dem die südafrikanischen Pfadfinder natürlich mit zum Spaten griffen.

Nach zwei Jahren folgte nun der Gegenbesuch aus Südafrika, der in Anlehnung an den ersten Projekt-Namen (Baam) natürlich nur „Rebaam“ lauten konnte. Während ihres viertätigen Aufenthaltes in Lammersdorf sind die weit angereisten Gäste bei mehreren Gastfamilien untergebracht. Am Freitagabend stand auf dem Gelände am Waggon bei einem gemütlichen Lagerfeuerabend natürlich zunächst einmal „Kennenlernen“ auf dem Programm, bevor die Aufteilung in die Gastfamilien erfolgte. Als die Sonne am Samstagmorgen schon ordentlich vom Himmel knallte, ging es auf dem Ausweichplatz des TuS Lammersdorf dann sportlich weiter. Ein lockeres Fußballspiel zwischen Südafrika und Deutschland stand auf dem Programm, bevor man sich am Abend erneut am Waggon zu einem internationalen Begegnungsabend mit Lagerfeuerromantik traf.

Anne Maassen, von der Lammersdorfer Funkengarde, führte dabei auf Wunsch der Südafrikaner einen Tanz auf, so dass die Gäste auch einen Eindruck vom rheinischen (Eifeler) Karneval vermittelt bekamen. Ansonsten tauschte man sich an diesem Abend in vielfältiger Weise aus. Wie Frank Fürtsch und Thomas Köhler, die vor Ort anwesenden Teamleiter des Projekts mitteilten, waren die Südafrikaner vor ihrem Eintreffen in Lammersdorf in einem Pfadfinderlager in Meerbusch, im Landschaftspark in Duisburg, in Bonn, hatten eine Fahrt auf dem Rhein genossen und zuletzt in Schmidt ein Feuer-Tipi gebaut. Auch am Sonntag hatten sich die Eifeler Gastgeber ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Reiten auf dem Heider Hof, die Besichtigung des Bauernmuseums und einen Besuch auf einem Bauernhof waren dafür vorgesehen.

Am Wochenende hieß es dann Abschied nehmen - jedenfalls aus Lammersdorf vom Pfadfinderstamm Maximilian Kolbe. Für die südafrikanischen Pfadis geht es dann weiter nach Hellenthal (Wildfreigehege) und natürlich auch noch in die alte Kaiserstadt nach Aachen, bevor dann am 27. Juli von Düsseldorf der Flieger in Richtung Kapstadt abhebt.

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