bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Kein Klimaschutzmanager in Monschau

Von: hes
Letzte Aktualisierung:

Monschau. Der Umweltausschuss hat die Umsetzung eines integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Monschau mit breiter Mehrheit dem Rat empfohlen, lehnt jedoch vorerst die Einrichtung der Stelle eines Klimaschutzmanagers ab.

Mit Unterzeichnung der Zusammenarbeitsvereinbarung aller städteregionalen Kommunen am 29. Mai wurde die Erstellung eines interkommunalen Klimaschutzkonzeptes für die Städteregion Aachen und eines spezifischen Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Monschau vereinbart. Mit dem nun erarbeiteten und von der Städteregion geförderten, integrierten Klimaschutzkonzept wird das Ziel verfolgt, ortsspezifisch CO2-Einsparpotenziale zu identifizieren und ein umsetzbares Maßnahmenprogramm zu entwickeln.

„Die Stadt Monschau sowie die Akteure vor Ort haben in der Vergangenheit bereits eine Reihe von lokalen Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt“, teilte dazu die Verwaltung mit und stellte fest, „dass das erarbeitete Klimaschutzkonzept einen sehr guten Einblick in die Stärken und Potenziale der Stadt Monschau gibt“. Nennenswert seien hier beispielhaft die Verpachtung von Dachflächen zur Photovoltaiknutzung, die installierten Blockheizkraftwerke, die Grundsanierung des Gymnasiums und die vorhandenen Windräder. Darüber hinaus wurde nun durch zwei Fachbüros aus dem Ruhrgebiet ein Maßnahmenkatalog entwickelt, mit dem in den nächsten Jahren weitere CO2-Einsparungen und Klimaschutzziele erreicht werden können.

Die generelle Zustimmung zum Konzept, dessen „Monschauer Ergebnisse“ dem Umweltausschuss von Helene Püllen (Firma Gertec) und Mareike Buttstädt, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz bei der Städteregion, vorgestellt wurden, beschloss der Ausschuss vorbehaltlich der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen bei nur einer Gegenstimme von Kurt Victor (FDP), der „in dieser Sache überhaupt keinen Zeitdruck“ sah und eine Vertagung des Beschlusses befürwortete.

Silvia Mertens (Grüne) mochte einen Beschluss mindestens bis zur Ratssitzung am 25. November aufschieben, da ihre Fraktion „noch erheblichen Beratungsbedarf“ habe. Einstimmig lehnte der Umweltausschuss es hingegen ab, schon jetzt einen gemeinsamen Förderantrag für die Stelle eines Klimaschutzmanagers für Monschau, Roetgen und Simmerath zu stellen. „Klimaschutz ist eine gute Sache und geht uns alle an“, meinten unisono Waltraud Haake (CDU) und Roland Krökel (SPD), verwiesen aber ebenso auf die Haushaltssituation der Stadt, die eine solche Zusatzaufgabe derzeit schlicht nicht erlaube.

Die Jahreskosten für einen Klimaschutzmanager liegen gemäß Klimaschutzkonzept bei etwa 50 000 Euro. Bei einer Förderung der Stelle durch das Bundesumweltministerium und einer Förderquote von 85 Prozent lägen die Kosten für die Stadt Monschau bei einer Drittelstelle bei rund 2500 Euro jährlich. Die Gemeinden Roetgen und Simmerath hatten die Schaffung der Stelle eines gemeinsamen Klimaschutzmanagers dagegen schon befürwortet.

Bis zur Ratssitzung Ende November soll die Verwaltung nun noch einmal Kontakt mit den Nachbarkommunen aufnehmen und die Fraktionen werden weiteren Hintergrund sammeln – für einen dann möglicherweise abweichenden Beschluss.

Leserkommentare

Leserkommentare (8)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert