Kein Bürgerfest ohne frisches Brot

Von: M. S.
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Kein Bürgerfest imidyllischen Erkensruhr ohne die leckeren Brote der tüchtigen Hobby-Bäcker Walter Wollgarten (re.) und Helmut Förster. Ihr Angebot fand wieder reißenden Absatz. Foto: Manfred Schmitz

Erkensruhr/Hirschrott. Draußen lachte die warme Sommersonne vom azurblauen Eifelhimmel, im „Dörpches Backes“ ging es bei XXL-Hitzegraden lecker und nahrhaft zur Sache. Das schmucke Fachwerk - Backhäuschen mit leistungsfähiger Einrichtung ist als Magnet für Einheimische wie Touristen nicht mehr aus dem Leben des malerischen Rurtals wegzudenken. Es stand beim inzwischen elften Bürgerfest am Ufer des Flüsschens Erkensruhr unter Dauerfeuer.

„In zwei Schichten“, beschreiben die routinierten Hobby- Bäcker Walter Wollgarten und Schwiegersohn Helmut Förster ihren Arbeitsrhythmus zur Feier des Tages, „backen wir zuerst fast 70 Brote, später legen wir noch einmal 40 nach.“ Und diese knusprigen Laibe, laut Zutaten-Rezeptur eine Mischung aus 30 Prozent Roggen- und 70 Prozent Weizenmehl, gehen buchstäblich weg wie warme Semmeln. „Du musst dich beeilen, sonst ist alles im Nu vergriffen, die Käufer kommen von weit her, um das Brot aus unserem Backhaus frisch zu genießen“, weiß ein Erkensruhrer Dauerkunde aus Erfahrung.

Seit Jahren in Bet rieb

Wie kam die Tradition „Dörpches Backes“ mit dem der Deutschen liebsten Grundlebensmittel nach Erkensruhr? Walter Wollgarten: „Wir feiern mit diesem Bürgerfest zugleich das 30-jährige Backhaus-Jubiläum. Das Backhaus entstand auf Initiative des seiner Eifelheimat verbundenen, unvergessenen Hoteliers Ottmar Wollgarten.Zur Einsegnung des Gebäudes waren gleich zwei Geistliche präsent“.

Im Jahre 2001 wurde der „Bürgerverein Erkensruhr/Hirschrott“ gegründet. Dessen Vorsitzender ist heute Helmut Förster. Er und eine aus Mitgliedern rekrutierte, ehrenamtliche Helferschar richten alljährlich das von der Bevölkerung längst liebgewonnene Bürgerfest aus.

Dazu wird nahe dem „Haus des Gastes“ eine zum Verweilen, Plausch und Bewirtung einladende kleine Zeltstadt aufgeschlagen. Der Platz hierzu wurde von der Familie Pleus zur Verfügung gestellt. „Es ist nicht leicht, das Fest immer aufs neue zu organisieren, aber wir haben es noch jedes Mal geschafft“, sagt Förster.

Kuchen zur Bestückung der Cafeteria würden nachbarschaftlich spendiert, „und wir statten unser kleines, feines Fest mit guter Qualität der angebotenen Speisen und Getränke wie äußerst niedrig kalkulierten Preisen aus“, erklärt der Vorsitzende. Ein Beispiel für die Rechnung der „Gastronomen“ mit spitzem Stift: Jedes Getränk kostete so wenig wie zu „Friedenszeiten“.

Unterhaltungsprogramm

Zu Gaumenfreuden in Kaffeehausatmosphäre („Feuer und Eis“) gesellte sich ein buntes Unterhaltungsprogramm, das bis zum späten Abend für Kurzweil der Besucher sorgte. Dazu gehörten ein Gastspiel der Woffelsbacher Musikanten „Rurseeklänge“, die fetzige Disco mit DJ Manni und allerlei attraktive Animation für die Jüngsten. Sie konnten im Riesenformat Kicker-Turniere austragen, die Hüpfburg erstürmen oder in der Schminkecke einen „anderen Typ“ aus sich machen.

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