Kapitaler Wasserrohrbruch überrascht Hausbesitzer

Von: P. St.
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Vom Hochbehälter Konzen Vor der Hohe bewegten sich nach einem kapitalen Rohrbruch rund 800 Kubikmeter Wasser samt Geröll über einen Wirtschaftsweg auf den Ort zu. Foto: P. Stollenwerk
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Fehlersuche: Direkt am Hochbehälter Konzen war das 300 Millimeter strake PVC-Rohr geplatzt.
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Großen Schaden hinterließ das eindringende Wasser im Keller eines Wohnhauses am Hoheweg.

Konzen. Mit einer bösen Überraschung hat für die Bewohner eines Zweifamilienhauses am Konzener Hoheweg die neue Woche begonnen. Nach einem kapitalen Wasserrohrbruch im Versorgungsnetz des Wasserwerks Perlenbach strömten die dadurch ausgelösten Wassermassen genau auf das tief liegende Haus zu und stauten sich an der rückwärtigen Seite des Gebäudes in einem Böschungsgraben.

Dann drang das Wasser in der Keller ein und stieg hier bis auf 1,50 Meter Höhe an. Auch im Wohnbereich stand das Wasser mehrere Zentimeter hoch und richtete große Schäden an. Das gesamte Mobiliar musste vorübergehend hinausgetragen werden.

In der Nacht zum Montag gegen drei Uhr war der Schaden festgestellt worden. Ein in der Nähe der Schadstelle wohnender Bürger hatte nachts verdächtige Geräusche gehört und dann gesehen, wie sich ein regelrechter Sturzbach vom Wasserbehälter Auf der Hohe („Eifelblick“) hinunter auf den Ort zu bewegte. Daraufhin informierte er sogleich den Bereitschaftsdienst des Wasserversorgungszweckverbandes Perlenbach.

Ehe das Wasserwerk den unplanmäßigen Wasseraustritt stoppen konnte, waren bereits rund 800 Kubikmeter Wasser entwichen, eine Menge, die eine vierköpfige Familie in etwa fünf Jahren verbraucht. In unmittelbarer Nähe des Hochbehälters war eine 300 Millimeter starke Druckleitung, die aus Mützenich kommt, geplatzt. Über einen Wirtschaftsweg lief das Wasser zunächst auf die Hohestraße und dann weiter über eine Wiese direkt auf das Haus am Hoheweg zu, das wie eine Staumauer wirkte.

Nach rund 90 Minuten konnte das Wasser gestoppt werden. Die Hausbesitzerin befand sich während des Zwischenfalls auf Urlaubsreise in Norddeutschland. Sie war von den Mietern informiert worden und brach daraufhin am Montag vorzeitig den Urlaub ab.

Die Fluten haben auch der ohnehin schon ramponierten Zuwegung zum Hochbehälter stark zugesetzt, und die Fahrbahn ausgespült. Mehrere Kubikmeter Geröll, Schlamm und Steine sammelten sich auf der Hohestraße, die vom Wasserwerk entsorgt wurden.

„Einen solchen Schaden durch einen Rohrbruch habe ich den 18 Jahren meiner Tätigkeit beim Wasserwerk Perlenbach noch nicht erlebt“, sagte am Montag Betriebsleiter Derk Buchsteiner. Bei der Transportleitung, mit der am Hochbehälter sechs bar Druck ankommen, handelt es sich um ein PVC-Rohr, das nach ersten Erkenntnissen auf der kompletten Länge von sechs Metern gerissen ist. Nur so lassen sich die enormen Wasserverluste erklären. Pro Stunde traten rund 500 Kubikmeter Wasser aus, eine Menge, die sonst im kompletten Trinkwassernetz des Wasserwerks für 50.000 Kunden im Umlauf ist.

Die groß dimensionierten PVC-Rohre bereiten dem Wasserwerk ohnehin nicht viel Freude. Man werde nun mit Nachdruck die bereits begonnenen Bemühungen fortsetzen und die Rohre nach und nach austauschen, so Buchsteiner. Da an das schadhafte Rohr direkt keine Hausanschlüsse angebunden sind, war die Trinkwasserversorgung in Konzen zu keinem Zeitpunkt gestört.

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