Simmerath - Kammermusikkreis Simmerath begeistert das Publikum

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Kammermusikkreis Simmerath begeistert das Publikum

Von: ale
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Mit ihren gefühlvollen Vorträgen ernteten sie beim Publikum viel Applaus: die Solisten Herbert Wilden und Christine Albert. Foto: A. Lauscher

Simmerath. Wer innehalten wollte vom Einkaufstrubel und ein paar besinnliche Stunden verbringen, der folgte am Sonntag der Einladung des Kammermusikkreises Simmerath zum Konzert im Advent. Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer war nicht komplett besetzt, doch eine recht große Schar von interessierten Musikfreunden war gekommen.

Freudiges Strahlen

Dem Konzert waren intensive Proben vorausgegangen, und man hatte mit Bedacht und Sorgfalt ein ansprechendes Programm ausgewählt, das die Zuhörer überraschte. Bernd Rietfort, der erste Vorsitzende, begrüßte die Gäste und wünschte ihnen, dass sie sich gemeinsam mit den Aktiven an der Musik erfreuen mögen.

Und die Freude war tatsächlich zu spüren: Es wurde ein beeindruckendes Musikerlebnis, gerade weil man nicht nur hören, sondern auch den Musikern zuschauen konnte, weil man ihre Anspannung, ihre Konzentration und schließlich ihr freudiges Strahlen nach einer gelungenen Darbietung miterleben durfte.

So beispielsweise die Pianistin Birgit Röseler, die nach dem Auftritt des einzigartigen Quintetts ihren Mitstreitern herzlich und dankbar die Hand schüttelte: Mit dem Grande Quintuor von Joseph Triebensee war ihr, gemeinsam mit vier Bläsern, ein glänzender Auftritt gelungen. Ein munteres Andante Allegro, ein verträumtes Andante Sostenuto und ein verspielt-fröhliches Allegro durfte man genießen.

Es gab viel Applaus für die Pianistin sowie für Kerstin Litt (Klarinette), Jo Cremers (Englisch Horn), Raimund Scholl (Fagott) und N. Housen (Horn). Aufhorchen ließen auch die Solisten. Herbert Wildens schöner Bariton erfüllte den Kirchenraum beim Lied „In das Warten dieser Welt“ von Mendelssohn Bartholdy. Durch die Simmerather Pfarrkirche „wehte Gottes Geist wie ein frischer Morgenwind“.

Festlicher Orchesterklang

Und im adventlichen Loblied „Ein‘ Magd, ein‘ Dienerin“ brillierte Christine Alberts kraftvoller Sopran, der leidenschaftliche, gefühlvolle Vortrag begeisterte die Zuhörer. Zu einem wundervollen Duett wurde „Maria durch ein Dornwald ging“, begleitet von feierlich-festlichem Orchesterklang. Bernd Rietfort meinte, die Sinfonie Nr. 27 von Joseph Haydn werde in ihrer heiteren Art in die Zeit des Besinnens passen.

Entspannt durfte man lauschen, die Klänge der Streicher und die verhaltenen Bläser genießen. Im zweiten Satz untermalten gezupfte Bässe und Celli die sanfte Melodie, im Dritten ging es forsch und forte und voller Energie zum Finale.

Georg Friedrich Händels „Tochter Zion“ sangen alle mit: „Freue dich, jauchze laut!“ Wie könnte man stärker die adventliche erwartungsvolle Freude ausdrücken? Langanhaltender Beifall war der Lohn für den Dirigenten, Friedhelm Schütz, und seine engagierten Musiker.

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