Kalterherberg - Kalterherberg: Neues Stromkabel sorgt für Unmut

Kalterherberg: Neues Stromkabel sorgt für Unmut

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Kalterherberg. Anfang Juli flattete Post vom RWE Rhein-Ruhr in rund 60 Kalterherberger Briefkästen. Im Betreff: „Umstellung der Stromversorgung von Freileitung auf Erdkabel Ihres Hauses in Monschau-Kalterherberg”.

Aus „netztechnischen Gründen” sei das RWE gezwungen, die Stromversorgung über Niederspannungsfreileitung auf einen Erdkabelanschluss umzustellen.

„Die Kosten dieser Maßnahmen in unserem Netz einschließlich der Aufwendungen für einen neuen Hausanschluss, gehen zu unseren Lasten”, heißt es weiter. Die Kosten für die Verbindung zwischen dem Hausanschlusskasten und der Zählereinrichtung müssen die Kunden allerdings selber zahlen.

Diese Kosten schmecken einigen Kalterherbergern gar nicht. Denn für sie kann es im Einzelfall richtig teuer werden. Hintergrund: Bisher kam der Strom (über die Freileitung) von oben, demnächst kommt er (per Kabel) von unten ins Haus. Daher hängen die Zähler meist im Obergeschoss oder auf dem Dachboden, müssen jetzt aber irgendwie an das Kabel im Keller angebunden werden.

Das kann schlimmstenfalls bedeuten: Wände aufstemmen, Schlitze klopfen, Fliesen zerschlagen, Lärm und Dreck. Kein Wunder, dass die Betroffenen von der Aktion nicht begeistert sind und nicht zahlen wollen. Ihr Argument: Schließlich habe man ja nicht um eine neue Leitung gebeten.

Zahlen müssen die RWE-Kunden trotzdem, denn dazu sind sie - so Edith Feuerborn, Pressespercherin des RWE Rhein-Ruhr - vertraglich verpflichtet.

Hintergrund der Maßnahmen ist ein millionenschweres Investitionsprogramm des RWE, in dessen Rahmen die Stromversorgung von Freileitung auf Erdkabel umgestellt wird. Damit will das RWE die Stromversorgung optimieren.

„Erdkabel sind beispielsweise bei Sturm und Gewitter viel weniger störanfällig”, betont die RWE-Pressesprecherin den Nutzen, den die Kalterherberger Kunden von der Umstellung haben.
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