Kaltblutturnier: Nicht nur Kraft ist gefragt

Von: ale
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Foto: Anneliese Lauscher Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. Nachdem am Sonntag bei den NRW-Meisterschaften in Eicherscheid Prüfungen für Gespannfahrer auf höchstem Niveau gezeigt worden waren, hatte der Reit- und Fahrverein an diesem Sonntag zum 7. Nationalpark-Kaltblutturnier eingeladen.

Die Dicken zeigten dem interessierten Publikum, was in ihnen steckt und zu welcher Leistung sie fähig sind. „Ich begrüße die Kaltblutfreunde sehr herzlich“, sagte der erste Vorsitzende, Hans-Willi Schophoven, „das ist eine ganz andere Liga als vorige Woche.“ Er lege Wert darauf, dass sich sowohl Leistungs- als auch Freizeitsport hier präsentiere, und die Freunde des Kaltblutes seien sehr willkommen, ebenso wie die Freizeitreiter, um in familiärer Atmosphäre ihr Programm zu zeigen. Dafür interessierten sich recht viele Zuschauer, die den Reitplatz säumten.

Burkhard Hilgers gab Erläuterungen zu den Prüfungen. Zunächst ging es darum, dass ein Kaltblut eine 15 m lange Holzstange durch einen Parcours zog, der durch Pilonentore begrenzt war. Hier war eine gehörige Portion Augenmaß und Geschicklichkeit gefragt. Als nächstes zogen die Kaltblutpferde einen Schlitten, der mit einem Gewicht zwischen 300 und 700 kg beladen war. Für das Gewicht gab es Zusatzpunkte. Allerdings musste durch enge Tore gefahren werden, es kam auf eine konstante Ziehleistung an.

„Rückepferde sind es nicht gewohnt, minutenlang zu ziehen. Hinzu kommt, dass der Schlitten keine Rollen hat und nicht so leicht zu lenken ist“, erläuterte Burkhard Hilgers. Und schließlich bewiesen die Dicken ihre Kraft beim Ziehen von Stammholz: Stämme von 0,4 bis 1 Festmeter mussten mindestens zwanzig Meter weit gezogen werden. Das Publikum beobachtete eine erstaunliche Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier und bewunderte, wie viel Vertrauen die braven Pferde zu ihrem Führer haben, der sie nur mit Hilfe seiner Stimme und den Leinen zu Höchstleistungen bringt.

In allen Disziplinen der Beste war Leon Burnotte aus Belgien mit seinem Jeff, er sammelte die meisten Punkte und gewann mit Abstand die Gesamtwertung. Auf dem zweiten Platz sah man gleich vier Gespanne mit der gleichen Punktzahl: Jean Paul Heck aus Luxemburg, einmal mit Max und ein weiteres Mal mit Sepp, Dieter Käfer vom RuFV Eicherscheid mit Monaco und Dirk Zöll aus Hellenthal mit Wotan. Burkhard Hilgers bedankte sich mit herzlichen Worten bei der engagierten Helferschar, die diese Veranstaltung zu einem freundschaftlichen Fest werden ließ.

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