Kaltblutrennen: Die Kolosse lassen den Vennboden beben

Von: ges
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Ein  abwechslungsreiches Spekt
Ein abwechslungsreiches Spektakel für die Zuschauer und Akteure bot wieder einmal die 26. Auflage des Kaltblutrennens am Pferdesportzentrum in Mützenich. Foto: Georg Sommer

Mützenich. Was damals aus einer Bierlaune heraus entstand ist heute längst etabliert und ein traditioneller Bestandteil beim jährlich stattfindenden großen Dressur- und Springturnier vom Reiterverein „St. Georg Mützenich”.

So konnten am Samstagabend bei der 26. Auflage des Mützenicher Kaltblutrennens etwas mehr als 800 Zuschauer gezählt werden, denen sich bei schönem Sommerwetter teils veränderte Wettbewerbe um den Preis der Sparkasse Aachen boten.

Nach Einstimmung des vereinseigenen Jagdhornbläser-Korps, der auch zwischendurch und bei den Siegerehrungen aufspielte, rief Moderator Frank Schreiber zu vorsichtigem Reiten auf, da ja die Freude an Pferd und Sport im Vordergrund zu stehen hätten und stellte den Geschicklichkeitswettbewerb vor. Hier mussten Reiter und Kaltblutpferd zunächst einen Slalom-Parcours und ein eng stehendes Gatterhindernis durchreiten, ehe es beim Werfen der Tennisbälle galt viele Punkte mitzunehmen, und dann beim Schlussgalopp möglichst schnell die Ziellinie zu überqueren.

Hier siegte bei sieben Startern Andreas Carls auf Annabelle mit 30 Punkten in einer Zeit von glatt einer Minute. Zweiter wurde Stefan Schmitz mit Coco (30 Pkte, 1:18 Min.), gefolgt von Bernhard Ungermann auf Richard (30 Pkte, 1:22 Min.)

Ihre enorme Kraft demonstrierten anschließend und sehr eindrucksvoll drei der Kaltblüter beim Schlittenziehen. Mit dem „leeren” Schlitten, einer äusserst massiven Stahlkonstruktion, ging es zunächst auf eine Einführungsrunde, ehe der Schlitten nach und nach mit Personen bestückt und belastet wurde.

Horst Steffens Hengst „Obelix” blieb hierbei zwar „der Herr im Haus”, doch schaffte die Stute „Annabelle” mit Bernhard Ungermann immerhin auch eine halbe Parcours-Runde und „Coco”, ebenfalls Vertreterin des weiblichen Geschlechts, mit Stefan Schmitz machte den Rundkurs auch fast voll und zog das Gewicht (ca. einTonne) nur zwei Meter weniger weit als Obelix. Entsprechend begeistert war das Publikum von dieser Kraftdemonstration der friedlichen Kolosse.

Die nächste Ansage des bestens und heiter aufgelegten Moderators Frank Schreiber ließ die Spannung vor dem letzten Wettbewerb steigen: „Die Kaltblüter bewiesen ihr Geschick, ihren Gehorsam, natürlich ihre Kraft und erweisen sich nun noch als Titanen der Rennbahn, wenn sie den schwarzen Vennboden gleich zum Beben bringen!”

Nach den Vorläufen, die teils schon recht enge Zieleinläufe brachten, standen sich von den sieben Startern in den Halbfinals „Annabelle” (Andreas Carls) und Bobby (Annika Steffens), sowie „Einstein” (Jenny Schmitz) und „Obelix” (Horst Steffens) gegenüber. In diesen zwei überaus spannenden Rennen behielten schließlich „Annabelle” und „Obelix” die Oberhand. Und im Finale kürte sich „Obelix” endgültig zum Star des 26. Kaltblutrennens, als er im Ziel seine Nase vorne hatte und seinen Reiter, Horst Steffens zum strahlenden Sieger machte.

Die Siegerpreise überreichten Mützenichs Ortsvorsteherin Jaqueline Huppertz, der Geschäftsstellenleiter der Sparkasse in Mützenich Walter Lunz und der 1. Vorsitzende der St.-Georgs-Reiter, Ingo Scheffen, ehe der Vennboden rund um das Pfersportzentrum bei der Ehrenrunde aller Starter noch mal so richtig bebte.
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