„Kade ist ein Eifeler Markenzeichen“

Von: M. S.
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Sie haben im Einruhrer Heilsteinhaus ihre kreative Heimat gefunden: Die Mitglieder der Eifeler Künstlergruppe Kade. Foto: Manfred Schmitz

Einruhr. Vor 18 Jahren gründete sich auf Initiative des damaligen Verkehrsvereins „Monschauer Land – Rurseengebiet“ die Künstlergruppe „Kunst aus der Eifel“ (Kade). Anders als vergleichbare Kulturkreise, die sich ad hoc finden und nach kurzer Zeit wieder auseinander gehen, hat sich diese inzwischen verschworene Gemeinschaft systematisch und prächtig zu einem Dauerbrenner entwickelt. Und so strömten zur sonntäglichen Vernissage im Einruhrer Heilsteinhaus rund 70 interessierte Besucher.

Das Erfolgsgeheimnis der diesmal mit höchst unterschiedlichen Sujets und Materialien präsenten Kunstschaffenden beruht auf deren Vielseitigkeit, Fleiß, Qualität und Beständigkeit. Zudem lädt sich der harte Gründerkern von Ernst Bernhauser (Heimbach, Gemälde in Öl, Kreide und Mischtechnik) und dem Dedenborner Siebertz-Schüler Heinz Nellessen (Eifellandschaften) gern kreative Kollegen und Gäste ein.

So präsentieren nun, neben der vertraut-etablierten Truppe, sieben Ausstellerinnen und Aussteller – darunter auch neue Gesichter – ihre erfrischenden Werke aus jüngster Arbeitsperiode.

Die Aachenerin Trude Adler mit diversen Techniken, die Tongestalterin Maria Engel aus Kornelimünster, Antonio Furian (Hürtgenwald, Porträts und Stillleben), der Monschauer Leo Henz mit Zeichnungen in verschiedenen Medien, Donata Reinhard mit Objekten in modernen Ausführungen wie Acryl, Aquarell oder Airbrush. Zur Eröffnung einer einmal mehr üppigen Exponateschau, ausgerichtet vom Einruhrer Orts-und Verkehrsverein, sang und spielte Gitarrist und Songschreiber Tony Hudspeth rhythmische Lieder.

Er begleitete das komplette Kulturprogramm einer abwechslungsreichen Matinee melodisch. Selbst Stehplätze im repräsentativen Ausstellungsraum waren knapp, als der Einruhr-Erkensruhrer Ortsvorsteher Christoph Poschen die gastgebenden Vertreter schöner Künste und deren bunte Gästeschar begrüßte.

Er unterstrich die Beobachtung, „dass Kade das Heilsteinhaus lieb gewonnen und hier ihre produktiv anregende Heimat gefunden hat“. Im Namen der Gemeinde Simmerath und der Ratsvertretung stellte Bernd Goffart fest, Kade gehöre „zur Nordeifel wie ihre herrliche heimische Landschaft und malerischen Fachwerkwinkel ihrer Dörfer“.

Die von der Arte-Vereinigung gebotene Qualität in ansprechenden Tätigkeitsfacetten bürge für dauerhaft öffentlichen Erfolg: Dem stimmte der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck zu: „Das große Interesse der Besucher zum Auftakt spricht für sich. Kade ist längst ein Ereignis schlechthin, ein echtes Eifeler Markenzeichen! Mitglieder und ihr erweiterter Kader sorgen in Betrachter-Augen für erbauliche Kontinuität und andererseits ständig kreative Überraschungen.“ So werde das Ensemble zum Positiverlebnis für Kunstfreunde, „und das weit über Eifelgrenzen hinaus.“

Kunst und Politik

Hilsenbeck verglich das Anliegen der Künstler mit dem des Politikers: „Beide stellen sich mit ihren Aussagen und Botschaften der öffentlichen Diskussion.

Das Publikum entscheidet über Realisierung ihrer Ideen zur permanent verbesserten Lebensgestaltung der Bürger.“ Gruppensprecher Ernst Bernhauser dankte dem lokalen Orts- und Verkehrsverein „für Ermöglichung unserer neuerlichen Leistungsschau, insbesondere dem Heilsteinteam unter Karin Birkhoff für die geleistete Arbeit“. Die Ausstellung ist ab sofort täglich von zehn bis 17 Uhr zu besichtigen, im Wechsel sind die Künstler anwesend und gern über ihre Metiers und Objekte gesprächsbereit. Zur Finissage laden die Veranstalter am Sonntag, 1. September, ein.

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