Lammersdorf - Junker wieder stärker in Lammersdorf

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Junker wieder stärker in Lammersdorf

Von: Peter Stollenwerk
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Junker will seine Marktführerschaft in Bereichen des Schmelzofenbaus und der Wärmebehandlung behaupten: Die so genannte Restrukturierung des Unternehmens kostete zwar 35 Mitarbeitern am Standort Lammersdorf den Arbeitsplatz, aber sowohl Dr. Hans Rinnhofer (re.) als Vorsitzender der Geschäftsführung wie auch Betriebsratsvorsitzender Thomas Breridenich sahen zum Sozialplan keine Alternativen. Foto: P. Stollenwerk

Lammersdorf. Die Unternehmensgruppe Otto Junker hat in der ersten Jahreshälfte 2010 die seit anderthalb Jahren laufende Restrukturierung des Unternehmens abgeschlossen.

Am Ende dieses Prozesses, der mit einigen schmerzhaften Entscheidungen verbunden war, muss sich der Lammersdorfer Industrieofenbauer im Rahmen eines Sozialplans von 25 seiner 450 Mitarbeiter am Hauptstandort trennen.

Diese werden zunächst in einer Transfergesellschaft aufgefangen mit dem Ziel, neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen etwa 40 älteren Mitarbeitern auf freiwilliger Basis Verhandlungen über eine vorzeitige Austrittsregelung an.

„Damit ist die die Phase der Restrukturierung bei Junker abgeschlossen,” sagt Dr. Hans Rinnhofer, seit August 2008 Vorsitzender der Geschäftsführung. Seit Februar liefen die Verhandlungen über den Sozialplan. Zielsetzung dabei war, die Zahl der Beschäftigten, die jetzt bei 450 liegt, durch die genannten Maßnahmen auf 410 am Standort Lammersdorf zu reduzieren. In den zurückliegenden 18 Monaten wurden von den weltweit tätigen 850 Junker-Mitarbeitern etwa 300 abgebaut.

Die jetzt im Lammersdorfer Werk erfolgte Neuaufstellung ist eine direkte Folge der Konjunkturabschwächung als Folge der Banken und Wirtschaftskrise. Von dieser Entwicklung war selbstverständlich die gesamte Branche betroffen, wobei Junker zusätzlich noch die Last von insgesamt 16 Tochterunternehmen bzw. externen Standorten zu schultern hatte.

Im Zuge der Restrukturierung hat das Unternehmen nun auch acht dieser insgesamt 16 Gesellschaften geschlossen, die nur noch Verluste einfuhren. Zum Teil trennte man sich von den Mitarbeitern oder konzentriert die Gesellschaften nun am Standort Lammersdorf. Im Ursprungsgebäude des Werkes an der Jägerhausstraße liegen jede Menge Raum-Kapazitäten brach, die nun renoviert und in Kürze von bisherigen Tochterunternehmen aus Köln und der Schweiz bezogen werden. Die einst hoch gelobte Fertigung von Kernkomponenten für Schmelzöfen in Tschechien kehrt nun auch wieder in die Eifel zurück. Der Elektro-Schmelzofenbau wird damit komplett am Standort Lammersdorf konzentriert.

„So konnten wir 2009 ein positives Betriebsergebnis erreichen”, erläutert Dr. Rinnhofer, der aber keinen Zweifel daran lässt, „dass wir uns nachhaltig auf ein geringeres Geschäftsvolumen einstellen müssen.”

Die Trennung von verlustbringenden Gesellschaften und die Stärkung des Standortes Lammersdorf lautet also auf den Punkt gebracht die Strategie, um als Technologieunternehmen im weltweiten Wettbewerb zu bestehen. Diese Strategie, ist Rinnhofer überzeugt, „wird dem Standort Lammersdorf einen Impuls geben.” Die bisherige Struktur mit zahlreichen Tochterunternehmen sei für ein mittelständisches Unternehmen wie die Firma Junker „wenig geeignet”, lautet die Erkenntnis. Einher mit dieser Maßnahme gingen auch personelle Veränderungen an der Spitze des Aufsichtsrates. Zudem kam die Otto Stiftung als Unternehmens-Eigner zu der Erkenntnis, dass ein Verkauf der Firma nicht zielführend ist.
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