Simmerath - Junge Pflege hält Einzug in der „Stadtresidenz”

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Junge Pflege hält Einzug in der „Stadtresidenz”

Von: P. St.
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„Mitten im Leben” lautet das Motto der Stadtresidenz Simmerath. Geschäftsführung und Bewohner fühlen wohl im Simmerather Ortszentrum. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. „Die Menschen, die zu uns kommen, sind häufig überrascht von der positiven Atmosphäre, die im Hause herrscht”, sagt Hubertus Hennes, Geschäftsführer der Stadtresidenz in Simmerath. Die Senioren-Einrichtung direkt gegenüber dem Rathaus, hat am 1. September 2008 ihren Betrieb aufgenommen und ist derzeit zu 94 Prozent belegt.

Das Haus möchte keine Insel sein, sondern durch noch mehr Transparenz eine aktive Rolle in der Gemeinde spielen. Drei Veranstaltungen mit dem Dasda-Theater sind in diesem Jahr geplant, und das für alle Bürger offene Bistro im Eingangsbereich soll noch mehr Möglichkeiten der Begegnung bieten.

Für private Veranstaltungen, ob Geburtstage oder Goldhochzeiten, kann der 150 Personen fassende Gemeinschaftsraum ebenfalls genutzt werden.

Im April startet zudem ein neues Betreuungsangebot in der Stadtresidenz. Dann wird mit der Belegung der so genannten „Jungen Pflege” begonnen, wie Axel Vollbeding, seit einigen Wochen neuer Leiter der Stadtresidenz Simmerath, erläutert. Menschen, die zwischen 18 und 65 Jahre alt sind, und einer ständigen Betreuung bedürfen, können hier eine Bleibe finden.

Wachkoma-Patienten, Beatmungs-Patienten, Menschen, die an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas leiden sowie Schlaganfall- oder Parkinson-Patienten sind in erster Linie angesprochen. Für diesen Bereich liegen bisher rund ein Dutzend Anfragen vor.

Insgesamt verfügt die Stadtresidenz Simmerath über 80 Plätze, darunter sind 16 Plätze für die junge Pflege vorgesehen. Weiterhin stehen 14 Plätze für Demenzkranke zur Verfügung, 50 Plätze sind für Betreutes Wohnen vorgesehen.

Ohne die Junge Pflege ist das Haus mit derzeit 60 Bewohnern zu 94 Prozent belegt.

Betreutes Wohnen

Immer mehr gefragt ist gerade bei älteren Menschen das Betreute Wohnen. Es ermöglicht eine weitgehend selbstständige Lebensgestaltung. Bei Bedarf steht Betreuung zur Verfügung.

Rund 60 Mitarbeiter, darunter eine Vielzahl von Teilzeitkräften, kümmern sich um das Wohl der Stadtresidenz-Bewohner.

Zum Wohlbefinden trägt auch die Küche des Hauses bei. Hier entwickelt Küchenchef Christian Peine viel Kreativität, um die Bewohner einzubinden. Das reicht von der Küchen-Sprechstunde bis zum gemeinsamen Kartoffelschälen. „Wir wollen den Bewohnern ständig Abwechslung bieten”, sagt Axel Vollbeding.

Auch in der Stadtresidenz, die seit 1996 am Markt ist und in ganz Deutschland rund 2400 Pflegeplätze anbietet, weiß man, dass viele Menschen den Kontakt zum Altenheim auch deshalb scheuen, weil man glaubt die Kosten nicht tragen zu können.

„Es ,müssen nicht immer 3000 Euro im Monat sein”, will die stellvertretende Heimleiterin Margret Kreutz einem Vorurteil begegnen. Wichtig sei es, sich im Vorfeld genau über Finanzierungs- und Zuschussmöglichkeiten zu informieren. So könne man zu einer erheblichen Kostenreduzierung gelangen. Und wer es ganz genau wissen möchte, der ist in die Stadtresidenz zum Probewohnen eingeladen.

Während der Bedarf für das Seniorenheim Stadtresidenz sich allein schon durch die hohe Belegungsquote dokumentiert, ist ein anderes Konzept des Investors noch nicht aufgegangen. Die für Geschäftsansiedlungen im Untergeschoss befindlichen Gewerbeflächen fanden bislang kein Miet-Interessenten.

Möglicherweise könne sich das ändern, wenn eventuell im Jahr 2011 der Rathausplatz umgestaltet werde und der Bereich attraktiver werde, sieht Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, der sich im Haus über das Angebot informierte, auch hier die Chance für eine Entwicklung.
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