Rollesbroich - Junge Handwerker aus der Eifel für erstklassige Arbeit belohnt

Junge Handwerker aus der Eifel für erstklassige Arbeit belohnt

Von: ale
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In der Schlosserei Wilden in Rollesbroich ist man stolz auf das hervorragende Abschneiden der Azubis. v.l. 2. Geschäftsführer Markus Weidenhaupt, Jörg Müller, Fabian Franzen, Geschäftsführer Dieter Wilden und Meister Sascha Wirtz. Foto: Anneliese Lauscher
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Matthias Dohmen wurde im Kaminstudio Wergen in Zülpich zum Ofen- und Luftheizungsbauer ausgebildet Foto: Anneliese Lauscher

Rollesbroich. Über das hervorragende Abschneiden ihrer Auszubildenden freut man sich in der Schlosserei Dieter Wilden in Rollesbroich. Da ist zunächst der 19-jährige Fabian Franzen aus Steckenborn, der es im Wettbewerb „Jugend schweißt“ weit gebracht hat. Er bereitet sich zurzeit noch auf die Gesellenprüfung als Behälter- und Apparatebauer vor, die im kommenden Winter stattfinden wird.

Aber der Wettbewerb „Jugend schweißt“ reizte ihn, und auch Markus Weidenhaupt, einer der Geschäftsführer der Schlosserei Wilden, bestätigte ihn in seinem Vorhaben. Die Handwerkskammer bot dem jungen Mann ein spezielles Coaching in ihren Werkstätten in Aachen an; das nahm Fabian Franzen an und fuhr von Februar an zweimal wöchentlich dorthin.

Ihm wurde klar, dass er seine besonderen Fähigkeiten und seine ruhige Hand im Wolfram-Inertgasschweißen (WIG) unter Beweis stellen wollte. Tatsächlich lieferte er gemäß den Prüfungsvorschriften äußerst exakte Schweißproben ab und wurde damit Sieger im Bereich der Handwerkskammer Aachen. Dadurch bekam er die Chance, in Düsseldorf auf Landesebene gegen 30 Bewerber aus den anderen Kammern seine Fertigkeiten zu präsentieren.

„Da war ich schon ein bisschen nervös“, bekennt Fabian Franzen, „man kennt die Leute nicht, gegen die man antritt.“ Umso größer war die Freude über das tolle Abschneiden, er wurde Landessieger. „Wir sind stolz auf diese Ergebnisse“, sagt Markus Weidenhaupt, „über das Schweißen als Teil der Gesellenprüfung braucht sie Fabian keine Sorgen zu machen.

Auch der 24-jährige Jörg Müller aus Simmerath ist Kammersieger, auch er wurde in der Schlosserei Wilden im Behälter- und Apparatebau ausgebildet. Er hat seine Gesellenprüfung im Januar abgelegt; sein Gesellenstück, ein kleiner Behälter, der aus Stahl, Edelstahl und Aluminium besteht, brachte ihm die Note „sehr gut“ ein. Mit dieser Voraussetzung konnte er am Landeswettbewerb teilnehmen. „Neue Aufgabenstellung, neue Motivation“, berichtet er, „natürlich war ich aufgeregt. Anfangs habe ich noch etwas ausprobiert, doch allzu viel Zeit durfte ich mir nicht lassen.“

In einer Zeit von 8,5 Stunden mussten mehrere Arbeitsproben erstellt werden: Schweißen, Rohrbiegearbeit und manuelle Herstellung einer Halbkugel aus Kupferblech. Am Ende reichte es für den Landessieger-Titel. Die Arbeitsproben werden nun weitergereicht zum Wettbewerb auf Bundesebene, dessen Resultate die Beteiligten im Laufe des Monats November erfahren.

Schon mehrfach wurden Auszubildende des Betriebs Schlosserei Wilden für überragende Leistungen ausgezeichnet. „Im Großen und Ganzen sind die Jungs hier in der Eifel noch bodenständig“, weiß Markus Weidenhaupt. Und Jörg Müller fügt hinzu: „In der Werkstatt sind wir ein gutes Team. Wenn man mal nicht weiter weiß, helfen die anderen mit ihrer Erfahrung.“ Auch im nächsten Lehrjahr nimmt die Schlosserei Wilden wieder neue Azubis an, sowohl für den Beruf des Behälter- und Apparatebauers als auch für den des Metallbauers. „Wir stellen keinen ein, der hier kein Praktikum gemacht hat“, erklärt Markus Weidenhaupt. Es sei wichtig, dass beide Seiten sich vorher kennengelernt hätten.

Auch ein Sieger aus Schmidt

Auch aus Schmidt kommt eine Erfolgsmeldung: Der 22-jährige Matthias Dohmen wurde Kammersieger und Landessieger, er absolvierte seine Ausbildung zum Ofen- und Luftheizungsbauer im Kaminstudio Wergen in Zülpich. Was diesen Beruf so interessant und anspruchsvoll macht: Man lernt verschiedene Gewerke kennen, der Ofenbauer muss einen Kamin mauern können; er muss, wenn nötig, eine Gebäudedecke oder Wand durchbohren, den Ofen aufstellen, er kennt sich mit Elektrotechnik aus, er kann verputzen und Fliesen legen. Schon früh interessierte sich Matthias Dohmen für diesen Beruf, er absolvierte als Schüler im Kaminstudio Wergen Ferienjobs, und für ihn stand fest: Ich will Ofen- und Luftheizungsbauer werden.

„Wir legen von Anfang an Wert auf selbstständiges Arbeiten“, sagt Alfred Wergen, der Chef des Betriebs. Matthias Dohmen wusste es sehr zu schätzen, dass er immer einen Ansprechpartner fand, dass das gesamte Team den jungen Kollegen stützte. Zur Berufsschule musste er nach Gelsenkirchen, zur überbetrieblichen Ausbildung nach Münster.

Der Eifer des jungen Mannes und die gute Betreuung durch seine Ausbilder haben Früchte getragen: Bei der Gesellenprüfung, bei der er unter anderem Heizungsrohre biegen, einen Elektroschaltplatz aufzeichnen und einen Teil einer Lüftungsheizung ausschneiden musste, schnitt er als Bester ab und wurde Kammersieger. Er nahm die Einladung zum Wettbewerb auf Landesebene an; hier wurden spezielle Fähigkeiten in der maßgenauen Bearbeitung von Ofenkacheln verlangt. Matthias Dohmen siegte wieder, am letzten Samstag wurde dem strahlenden Landessieger die Urkunde in Bielefeld in einer Feierstunde überreicht.

Im Kaminstudio Wergen wurden seit seiner Gründung im Jahr 1981 über 20 junge Menschen ausgebildet, sowohl im kaufmännischen Bereich als auch im Handwerk. Auch Alfred Wergen legt Wert darauf, die Bewerber vorher in einem Praktikum kennenzulernen. „Die Kunden haben hohe Erwartungen“, weiß er, „wir brauchen aufgeschlossene Mitarbeiter, die am Ball bleiben bei den technischen Entwicklungen.“

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