Jung geblieben: Männerchor in Schmidt feiert 25-jähriges Jubiläum

Von: ale
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Blickt gemeinsam mit den ander
Blickt gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Männerchors auf ein gemeinsames Vierteljahrhundert zurück: Der langjährige Chorleiter Engelbert Donnay. Foto: A. Lauscher

Schmidt. Vor 25 Jahren wurde aus einer spontanen Idee heraus in Schmidt ein Chor gegründet, der bis heute eine Erfolgsgeschichte schreibt: Der Männerchor der Eifelvereins-Ortsgruppe.

Im Saal des „Schützenhof” feierten die Mitglieder am Samstag in harmonischer Runde das Jubiläum. Engelbert Donnay, langjähriger Chorleiter, hielt einen kurzweiligen Rückblick auf die Geschichte.

Bei einer Feier zum 500-jährigen Bestehen des Ortes Schmidt, die am 10. Juli 1987 im damaligen Saal Stollenwerk-Schyns stattfand, sangen Männer aus dem Eifelverein zur musikalischen Begleitung von Guido Richter ein Lied, das Felix Jung getextet und zu dem Heinz Bongen die Melodie geschrieben hatte. Es handelte von den Schmidtern und ihrer Geschichte seit 1487. Offensichtlich hatte das gemeinsame Singen so viel Freude bereitet, dass eine kleine Gruppe sich fortan traf; Heinz Bongen fungierte als Dirigent. 1989 kamen die ersten Instrumentalisten dazu, man stellte rasch fest, dass die Begleitung den Gesang wirksam unterstützte.

Im Nu gelangte die Formation, die sich nun „Männerchor und Instrumentalgruppe des Eifelvereins” nannte, zu einem hohen Bekanntheitsgrad in der Umgebung; sie sammelte altes Liedgut, zu den Volks- und Wanderliedern kamen bald auch Schlagermelodien hinzu.

„Die schwarze Madonna”

Heute absolviert der Chor, zu dem sich insgesamt 63 Mitglieder zählen, ca. 25 Auftritte im Jahr, im Monschauer Land, in Marmagen, in Neviges. In diesem Jahr wollen die Sangesfreunde nach Berlin reisen. „Vielleicht singen wir für Angie „Die schwarze Madonna”, stellte der Dirigent in Aussicht!

„Es fehlt der jugendliche Nachwuchs”, meinte Engelbert Donnay, „doch das kompensieren wir durch unser jung gebliebenes Herz.” Tatsächlich finden sich in der Gruppe Musikfreunde zwischen 50 und 85 Jahren. Und Engelbert Donnay, der nun seit 17 Jahren Chorleiter ist, bekam für seine Verdienste als Motor dieser agilen Chorgemeinschaft bereits die Silberne Verdienstnadel des Eifelvereins als Anerkennung.

Norbert Weiler, der erste Vorsitzende der Ortsgruppe Schmidt, zitierte Picasso, der gesagt habe: „Die Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele.” Wenn er aber den Eifelvereins-Chor gekannt hätte, so hätte er gewiss die Musik mit in diese Aussage einbezogen, meinte Norbert Weiler. Er selbst habe die Erfahrung gemacht, dass nach einem anstrengenden Tag „die Welt anders aussieht, wenn man zusammen singt”.

Er bedankte sich bei allen, die in irgendeiner Weise helfen, dass die Proben und Ausflüge gelingen, besonders bei Adolf Rosenwick, der stets etwas Aufmunterndes in seinem „Kräuterkörbchen” mitbringe.

Der Schmidter Ortsvorsteher, Ludwig Fischer, dankte den Initiatoren und dem Chor; er drückte seine Freude aus, dass die Musikanten und Sänger den Ort Schmidt in so froher Weise vertreten. Heinz Bongen hatte ein Potpourri alter Lieder mitgebracht, damit die Aktiven in den nächsten Wochen Arbeit haben.

Begeisterter Applaus

Nach einem gemeinsamen Abendessen erlebten die Gäste noch eine Überraschung: Auch die Frauen können singen! Sie wurden von Engelbert Donnay auf die Bühne gebeten, ausgerüstet mit „Mappe 1”, und sangen mit Unterstützung der Instrumentalisten „Wenn alle Brünnlein fließen”, das klappte auf Anhieb ganz gut, und diesmal spendeten die Männer begeisterten Applaus!
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