Jugendparlament gegen „Langeweile in Roetgen“

Von: Günther Sander
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Roetgen. „Was brennt euch unter den Nägeln?“ Bei diesem Tagesordnungspunkt hatte die UWG Roetgen gleich reihenweise Fragen und Anregungen parat, die sie bei der Mitgliederversammlung erörterte.

Themen der Ortspolitik gebe es genug, man müsse sie nur richtig anpacken, war zu hören. Vorsitzender Hans-Joachim Mathée registrierte fleißig, dass für die Menschen in Roetgen, Rott und Mulartshütte „mehr Transparenz und Miteinander“ gewünscht würden. Silvia Bourceau und Hubert vom Venn brachten gleich mehrere Themen, die unter den Nägeln brennen. Einer „Langeweile in Roetgen“ müsse man entgegen wirken, ein Kinder- und Jugendparlament könnten Abhilfe schaffen, ebenso die Gründung eines Schulforums.

Das Positive strichen Bourceau und vom Venn heraus: „Diese Maßnahmen sind auch mit kleinem Geld umsetzbar.“ Das Kinder- und Jugendparlament, in zahlreichen Städten und Gemeinden bereits installiert, bringe Themen im Gemeinderat vor, die halt auf den Nägeln brennen würden. „Eine tolle Sache“, befand Silvia Bourceau, denn nur Bauen und Verkehr allein könnten in Roetgen die Themen nicht sein, ergänzte Hubert vom Venn. Ihre Anliegen möchten beide nach vorne bringen und verwirklicht sehen.

Die Einführung eines „Tag des Ehrenamtes“ wird ebenfalls gewünscht. „Es wird einfach zu wenig informiert“, meinte Bourceau, mehr Öffentlichkeit wäre sinnvoll. Zudem wünschen Bourceau und vom Venn sich einen Infotag „Freizeit, Musik, Sport und Kultur“, rund um die Vereinswelt und andere Aktivitäten in Roetgen, Rott und Mulartshütte. „Kommunikation und Bürgerbeteiligung müssen im Vordergrund stehen. „Es gebe kaum Kontakte zur Verwaltung. Ein Bürgerbüro sollte man nicht aus den Augen verlieren, riet Silvia Bourceau und meinte: „Das Amt ist kein Verwaltungsapparat.“ Ziel müsse es sein, alle Beteiligten gemeinsam ins Boot zu holen, um wichtige Themen installieren zu können.

Das Wahlprogramm der UWG von 2009 habe noch „nicht ausgedient“, so Hans-Joachim Mathée, es habe weiterhin Bestand und es bedürfte noch eines weiteren Ausbaus. Die bauliche Entwicklung in der Rosentalstraße war ein weiteres Thema. Es könne nicht angehen, in Roetgen nur Ein- oder Zweifamilienhäuser zu errichten, wichtig seien auch Geschäfte und Praxen sowie ein „altersgerechtes Wohnen“ im Zentrum.

Günther Severain wünscht sich, dass man das Gewerbegebiet vorantreibe und dem Geschäftssterben im Ort entgegen wirke. Wichtig sei, vor Ort einkaufen zu können. Rainer Welzel bereitet der Schnellbus als „Zubringerbus“ durch den Ort Sorgen. Noch mehr Busse, wie von den Grünen beantragt, würden „noch mehr Chaos im Ort verursachen.“ Erforderlich sei ein „richtiger Umsteigebahnhof“. In Sachen Ampel an der Einmündung Rosentalstraße/Bundesstraße seien die Grünen der UWG zuvor gekommen, gab Mathée zu verstehen. „Den Kreisverkehr wollen wir nicht unterstützen“, sagte er. Steigende Gebühren sind der UWG ein Dorn im Auge, die dürfe man nicht ins Unermessliche laufenlassen.

Nicht einverstanden ist man mit der angekündigten „Abholzaktion im Münsterwald“ zur Errichtung von Windkraftanlagen. Silvia Bourceau sieht mit der Errichtung der sieben Windräder zwar Geld in die Kassen der Stadt Aachen fließen, aber eine Energiewende sei so nicht zu schaffen. Der Münsterwald sei zudem „ein schlechter Standort“, für den es keine finanzielle Förderung mehr gebe. Eine weitere Forderung der UWG betraf schließlich noch den Ruf nach mehr Sauberkeit im Ort.

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