Jugendarbeit: Mehr Mitglieder als Jugendliche

Von: jb
Letzte Aktualisierung:
5533320.jpg
Im Verein Sport zu treiben und zu einer Mannschaft zu gehören, unterstützt die soziale Entwicklung junger Menschen. Die Stadt Monschau fördert deshalb ganz besonders die Vereinsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, hält aber auch die nicht vereinsgebundene Jugendarbeit für sehr wichtig. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Über die Jugendarbeit und deren Förderung wurde nun dem Sozialausschuss des Rates der Stadt Monschau berichtet. Der schriftlich vorgelegte Jugendbericht für 2012 wies eine große Bandbreite an Jugendarbeit, -förderung und insbesondere Angeboten auf. So wurden die Arbeit an den Schulen, die Förderung von speziellen Einrichtungen sowie der Ferienbetreuung vorgestellt und stand insbesondere die Vereinsjugendarbeit im Vordergrund.

Dabei wurde deutlich und betont, wie hoch die Arbeit der örtlichen Vereine, gemessen an deren Mitgliederzahlen von Jugendlichen unter 18 Jahren, zu bewerten ist.

Insgesamt leben im Stadtgebiet Monschau 2209 Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 2012 insgesamt 42 Kinder und Jugendliche weniger. Die höchste Zahl an jugendlichen Bürgern weist die Stadt im Raum der Elf- bis 16-Jährigen auf. Von 87 Jugendlichen in Monschau erstreckt sich die Zahl bis zu 196 Jugendlichen in Konzen.

Um das Betreuungsangebot zu erweitern, ist die Stadt Monschau mittlerweile Träger von insgesamt drei Grundschulen an fünf Standorten, von denen vier das Angebot der offenen Ganztagsschule bieten können.

Damit auch in der schulfreien Zeit ein Betreuungsangebot für die kleineren Monschauer Bürger steht, bietet die Stadt Monschau in den Oster-, Sommer- sowie Herbstferien eine Ferienbetreuung an. Diese gilt für Kinder vom ersten bis zum vierten, maximal fünften Schuljahr. Betreut werden die Kinder von einer Pädagogin sowie wöchentlich von bis zu acht ehrenamtlichen Helfern.

Auch an den weiterführenden Schulen gibt es entsprechende Angebote wie „13plus“ oder Hausaufgabenbetreuung sowie im Zuge des verpflichtenden Nachmittagsunterrichts Mittagessen und entsprechende Betreuung.

Weiterhin unterstützt die Stadt Monschau auch die Vereinsjugendarbeit. Am Tag des Ehrenamtes erhalten die Vereine zudem eine finanzielle Unterstützung zur Förderung des Vereins sowie als Anerkennung für die geleistete Jugendarbeit.

Besonders in Höfen, Konzen und Mützenich fällt die enorme Jugendmitgliederschaft in den Vereinen auf. So werden beispielsweise in Höfen auf 314 Kinder und Jugendliche 456 Vereinsmitglieder unter 18 Jahren gezählt. Wie das möglich ist? Der Grund dafür liegt im hohen Engagement der Jugend, da sie sich nicht nur von einem Verein angezogen fühlen, sondern in Einzelfällen gleich in mehreren Mitglied sind.

Der prozentuale Anteil der in Vereinen organisierten Jugendlichen stieg seit 2002 in Höfen auch stetig an. 2012 liegt er schon bei 145,22. Besonders in Konzen stieg die Mitgliedschaft in den Vereinen von 2002 noch 107,33 auf stolze 160,70 Prozent. Dieses Ergebnis wird insbesondere durch den TV Konzen getragen. Im Sportverein befinden sich alleine schon 491 Mitglieder. Zu beachten ist allerdings auch, dass natürlich nicht alle Fußballer und Turnerinnen im Konzener Verein auch in Konzen wohnen.

Nicht so prächtig sieht es in den Vereinen der Altstadt aus. Seit 2007 ging der prozentuale Anteil an jungen Mitgliedern um starke 51,72 Prozent zurück. Dies ist aber auch auf den Geburtenrückgang zu beziehen. Herausstechend bleibt unter den Monschauer Vereinen, die teilweise nicht mal ein Mitglied unter 18 Jahren aufweisen können, der TuRa. Mit 151 Jugendlichen und Kindern stärkt sie das Vereinsleben in Monschau.

Zusammenfassend bedeutet dies ein erfreuliches Ergebnis, denn: Im gesamten Stadtgebiet sind von 2209 Kindern und Jugendlichen 2750 Vereinsmitgliedschaften der jungen Generation zu zählen. Die Stadt Monschau fördert die Vereinsarbeit intensiv schon seit mehreren Jahren, mit Zuschüssen unterstützt sie die Vereine.

Die Stadt scheint sich seine Aufgabe in diesem Bereich besonders zu Herzen zu nehmen: „Die Jugend- und Jugendhilfearbeit allgemein und diese Arbeit in den Vereinen speziell sind das Fundament für ein funktionierendes Zusammenleben in der Gesellschaft nach freiheitlichen und demokratischen Grundsätzen“, so ist es dem Jugendbericht der Stadt Monschau zu entnehmen. Dies bestätigten auch die Sprecher der Fraktionen im Sozialausschuss, die vor allem allen ehrenamtlich Tätigen dankten und Anerkennung zollten.

Zuschüsse für Jugendarbeit

Erhebliche Zuschüsse erhalten neben der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinde in ihrer Kinder- und Jugendarbeit auch Vereinsprojekte. Diese bestehen beispielsweise aus internationalen Jugendbegegnungen, örtlichen Freizeitmaßnahmen mit Übernachtung sowie Ferienspiele. Aber auch außerörtliche Veranstaltungen konnten sich auf finanzielle Unterstützung der Stadt verlassen.

Weitere nennenswerte Einrichtungen sind beispielsweise der „Discobus“, der nach verschiedenen Partyveranstaltungen den feiernden Jugendlichen einen sicheren Heimweg garantiert, oder der traditionelle Jugendaustausch mit der südfranzösischen Partnerstadt Bourg-St.Andéol.

Zuletzt sei auch noch die mobile Jugendarbeit im Rahmen der „Streetwork“-Arbeit zu erwähnen. Hier füllt die Kooperation mit dem Jugendcafé in Simmerath das Programm. Sprechzeiten, Kochen, Fußballfreizeit, Betriebsbesichtigungen und auch das jährliche Familienspielefest gehören zu diesem Teil der Jugendarbeit.

Der Jugendbericht 2012 zeigt, welch breites Angebot an Möglichkeiten für Jugendliche die Stadt Monschau aufweist.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert