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Jugend engagiert sich 72 Stunden ehrenamtlich

Von: heg/fm
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Im Rahmen der Aktion engagierten sich auch die St.-Georgs-Pfadfinderinnen aus Roetgen. Sie setzten ihre Idee um, eine Schutzhütte mit Feuerstelle im Garten neben dem Pfarrheim zu errichten. Foto: Helga Giesen
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Die Mitarbeiter des Jugendraumes hatten der Ortsgruppe des Eifelvereins im Rahmen „72 Stunden Aktion“ in diesem Jahr viel Arbeit abgenommen. Zuletzt brachten sie die Sitzgruppe in der Nähe des Eifeldoms auf Vordermann. Fleißige Beobachter waren dabei im Hintergrund Jugendseelsorger Hardy und Elfriede Conrads vom Eifelverein. Foto: Franz Mertens

Roetgen. Unter dem Motto „72 Stunden – uns schickt der Himmel“ hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend wieder deutschlandweit zu einer Sozialaktion aufgerufen. Auch der Stamm Roetgen der St.-Georgs-Pfadfinderinnenschaft wollte sich mit der Projektvariante „Do it“ beteiligen.

Dabei hat eine Aktionsgruppe von der Idee über die Planung bis zur Durchführung alles selbst in der Hand. Der regionale BDKJ-Koordinierungskreis prüft lediglich, ob das Projekt den Kriterien der Aktion entspricht.

Baugenehmigung eingeholt

Das Roetgener Team um Koordinator Heiko Mahnke hatte sich dafür entschieden, im Pfarrgarten neben dem Pfarrheim eine Schutzhütte zu bauen und damit den Aktionsradius für die Nutzer des Pfarrheims nach draußen zu erweitern. 30 Quadratmeter groß, mit einer Feuerstelle in der Mitte, sollte sie Raum bieten für gemütliche Grill- und Spielerunden.

Natürlich ist ein so umfangreiches Projekt nicht in 72 Stunden zu bewältigen. Die Planungen und Vorarbeiten durch die Ranger, die älteste der vier Pfadfinder-Altersstufen (16–21 Jahre), begannen schon Monate vorher. Wegen der Größe der Schutzhütte musste eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Hier war Helmut Helzle den jungen Leuten bei der Bewältigung der Bürokratie eine große Hilfe. Nachdem die Genehmigung am 29. April vorlag, konnten schon mal die Punktfundamente gesetzt werden. Ende Mai wurde dann die Baustellenzufahrt eingerichtet und mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Dabei mussten unter anderem allein zwölf Tonnen Schotter per Schubkarre in der Baugrube verteilt und anschließend verdichtet werden, bevor die Pflasterarbeiten in Angriff genommen wurden.

Neben zahlreichen Sach- und Geldspenden von Geschäfts- und Privatleuten gab es auch tolle Unterstützung durch Firmen, die Werkzeug und Großgeräte zur Verfügung stellten.

Offiziell startete die 72-Stunden-Aktion am Donnerstagabend mit einem Eröffnungsgottesdienst in Aachen, an dem auch einige Mitglieder der Roetgener Pfadfinderinnenschaft teilnahmen. Während der „heißen Phase“ der offiziellen Aktionstage waren abwechselnd ca. 25 bis 30 Mädchen und Jungen von den Wichteln im Grundschulalter bis zu den Rangern im Einsatz, um die Hütte zu errichten. Auch Eltern packten mit an.

Schneller Baufortschritt

Ein besonderer Dank galt dabei Heiner Thissen, der in seiner Tischlerei das Holz so vorbereitet hatte, dass die Kinder und Jugendlichen es vor Ort im Baukastensystem zusammensetzen konnten. So konnten sie sich über einen schnellen Baufortschritt freuen und die Aktion am Sonntag mit einem Grillfest erfolgreich beenden. Unter www.psg-roetgen.de gibt es Fotos und weitere Einzelheiten zur Aktion.

Als der Jugendbus der Region Eifel am Freitag gegen Mittag am Eifeldom in Kalterherberg vorfuhr, erwartete die Verantwortlichen der kirchlichen Jugendarbeit mit dem Team des Jugendraums Kalterherberg eine Gruppe, die im Sinne der Aktion bereits aktiv geworden war. Die jungen Leute, die sich regelmäßig im Jugendraum im Kindergartengebäude treffen, hatten sich als Malergesellen in unmittelbarer Nähe des Eifeldoms und in der Gemarkung Kalterherberg betätigt.

Die Anlage am Naturdenkmal am Theißbaum, die Wanderraststation am Altenheim, der Eifelblick auf Ruitzhof und zuletzt die Sitzgruppe am Weg vom Eifeldom zum Friedhof hatten die jungen Leute frisch gestrichen. Die Arbeiten an der Sitzgruppe im Schatten des Eifeldoms waren noch im Gange als Heike Klinkhammer vom Koordinierungskreis für die Eifel mit dem Jugendbeauftragten Peter Uelpenich und Jugendseelsorger Hardy Harwinkel in Kalterherberg vor Ort war.

Viel Lob für den Einsatz

Sie verteilte viel Lob für den Einsatz der jungen Leute aus dem Ort. Es sei gelungen, die Aktion der Region überall bekannt zu machen. Neben den direkt angesprochenen jungen Leuten aus kirchlichen Organisationen finden sich auch nicht organisierte Jugendliche, die von der Aktion hören und spontan zur Mitarbeit bereit sind. Das wertete Heike Klinkhammer als ein positives Signal.

Eine zufriedenstellende Zwischenbilanz zog auch der Jugendbeauftragte Peter Uelpenich. Die Aktion sei zwar gerade erst angelaufen, aber erfreuten sich großer Beliebtheit. Die meisten Projekte fänden im Freien statt. Da komme auch das bessere Wetter nach der langen Regenzeit gerade recht. Vertreter aus Rat, Verwaltung und kirchlicher Jugendarbeit lobten ebenfalls den Eifer der jungen Leute. Norbert Rader, Hermann Mertens und Rainer Mertens waren begeistert, was sich alles im Rahmen der Aktion im Ort getan hatte. Aus dem Eifelverein, dem die Betreuung der renovierten Anlagen obliegt, schlossen sich dem Elfriede und Erich Conrads an. Als kleine Anerkennung gab es für die jungen Malergesellen nach getaner Arbeit noch reichlich Brötchen und Getränke.

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