Monschau - Jede Menge Müll und ein paar kalte Füße

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Jede Menge Müll und ein paar kalte Füße

Von: V.M.
Letzte Aktualisierung:
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Fleißige Helfer bei der Säuberungsaktion der Flussbette von Rur und Laufenbach in der Monschauer Altstadt. Foto: Vera Monterey

Monschau. Als eine „christliche Tat zur unchristlichen Zeit”, bezeichnete Löschzugführer Ingo Mertens schmunzelnd die Reinigungsaktion des Laufenbaches und der Rur. Knapp 20 Helfer, Geschäftsleute, Mitglieder verschiedener Ortsvereine und fünf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Altstadt Monschau waren dem Aufruf gefolgt und nahmen an der Aktion im kühlen Nass teil.

Was dann im Laufe des Tages aus den Gewässern herausgeholt wurde, war ebenso erstaunlich. Aller erdenkliche Unrat wie verrostete Gartenschaufeln, eine noch halbgefüllte Nuckelflasche, Treibholz, Plastik und als krönender Höhepunkt ein alter, grasdurchwebter Teppich. Nicht zuletzt auch eine Folge des jüngsten Unwetters, als viel Geäst, von Zweigen bis zu großen Stämmen, bis in die Altstadt geschwemmt worden war.

Mit Mülltüten, Eimern, Harken und Sägen ausgerüstet, wateten die Helfer, Männer wie Frauen, mit ihren Gummistiefeln durchs Wasser, hievten den Unrat ans Ufer und zogen mit Seilen das schwere, wasserdurchtränkte Zeug ans Land.

Bei Unwetter losgerissen

Der gesamte Müll wurde auf einen Hänger aufgeladen und mit dem Traktor abtransportiert. Ebenso eine der Skulpturen, „Der Grätenfisch”, geschaffen von dem Bildhauer Hubert Kruft aus Prüm in der Eifel, der sich bei dem letzten Unwetter regelrecht losgerissen hatte und vom Wasser hochgedrückt worden war. Auch dieser wurde vorerst abtransportiert, soll dann aber wieder an seinem alten Platz auf dem Sockel in der Nähe der Brücke bei der evangelischen Kirche aufgestellt werden.

„Wir haben uns vorgenommen, den ganzen Teilabschnitt vom Rosental bis zum Parkplatz Burgau zu reinigen”, so Mertens. Dabei wurde nicht nur der Müll entsorgt, sondern auch Gestrüpp und hohes Unkraut entfernt.

Darüber hinaus wurde zwischen dem Roten Haus und dem Tuchschererhaus sogar ein „alter Wasserkanal aus Tuchmacherzeiten freigelegt”, berichtete Ortsvorsteher Georg Kaulen, der diese Aktion initiiert hatte. Und wer weiß, was man noch alles gefunden hätte, wenn nicht andere Pflichten gerufen hätten.
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