Jahresauftakt in der Nordeifel stürmisch und richtig nass

Von: kjl
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Der Start ins neue Jahr war in
Der Start ins neue Jahr war in der Eifel frühlingshaft und unglaublich nass. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge erreichte bis zu 200 Prozent des Mittelwertes. Foto: imago/stock&people

Nordeifel. Ganz anders als zurzeit war das Wetter im Januar dieses Jahres. Die Tradition des nassen und milden Dezembers wurde fortgeführt.

Das Wetter war von atlantischen Tiefs geprägt und daher fielen die Temperaturen sehr mild aus. Das Jahr 2012 begann mit einem sagenhaft warmen, ja frühlingshaften Neujahrstag. Mit 13 bis 14 Grad war es rund um Aachen der wärmste 1. Januar seit 1877.

Die Mitteltemperatur in den Niederungen des Kreises Aachen erreichte 4,2 Grad (Hochlagen z.B. Mützenich 1,2 Grad), die Abweichung vom 30-jährigen Mittel betrug überall +1,6 Grad, also alles Andere als winterlich.

Kühle Phasen gab es Mitte Januar (schwache Fröste nach einem schwachen Polarlufteinbruch) und zum Monatsende (Umschwung zur derzeitigen winterlichen Hochdruckwetterlage). Das meist milde Wetter weckte die Natur im Januar vorzeitig aus dem Winterschlaf. Die Haselblüte setzte ein und erste Krokusse blühten.

Riesiger Regenstau

Während im Flachland Niederschläge ausschließlich als Regen fielen, versanken die Alpen in einer andauernden Nordwestlage in Schneemassen (25. Januar n fünf Meter auf der Zugspitze). In Aachen dagegen gab es bis zum 30. Januar noch keine Schneedecke, dann jedoch gleich acht Zentimeter am letzten Tag des Monats (mehr als in Höfen mit fünf Zentimetern).

Auch an der Eifelnordseite stauten sich im Januar die Regenwolken immer wieder. Alle Stationen in der Region meldeten überdurchschnittliche Niederschlagsmenge (150 bis 200 Prozent des Mittelwertes). Hier einige Summen: Kalterherberg 229 l/qm, Monschau (Lauscherbüchel) 210 l, Höfen 207 l, Mützenich und Perlenbachtalsperre 198 l, Roetgen 180 l, Schöneseiffen Windpark 172 l, Simmerath-Strauch 154 l, Rurberg 123 l und Aachen 114 l/qm.

Ausgelöst wurden die stärksten Regenfälle von zwei Orkantiefs. „Ulli” jagte am 3. Januar über die Eifel und „Andrea” am 5. des Monats. Mit 80 bis 100 Stundenkilometern in allen Höhenlagen fegten diese Stürme zum Teil mit Blitz und Donner über die Nordeifel. Aber auch am 19. Januar gab es große gewittrige Regenmengen in der Region (36 l/qm in 24 Stunden in Kalterherberg, 37 l in Monschau und 38,8 l an der Perlenbachtalsperre).

Die Sonnenscheindauer litt im Januar unter den wolkenreichen Luftmassen. Meist wurden nur 75 bis 80 Prozent des Normwertes erreicht, 35 bis 45 Stunden in den Hochlagen und 50 bis 60 Stunden im Flachland der Börden.

Auch Karneval kalt?

Seit dem 1. Februar herrscht jetzt schon zehn Tage eisiges Polarwetter in der Eifel, und das kalte Winterwetter dauert jetzt im Februar sicherlich noch bis zur Monatsmitte. Wahrscheinlich bleibt es auch an den Karnevalstagen kalt, mit gelegentlichem Schneefall. Die Seen und Teiche werden auch in den nächsten Tagen noch zugefroren sein. So schnell wird das Eis nicht schmilzen. Womöglich dauert der Spätwinter sogar bis Ende Februar.
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