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Ist am „Vennhof” die Welt noch in Ordnung?

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Von „Problemen” in Bezug auf das Nahversorgungszentrum Vennhof an der Ecke Bundes-/Faulenbruchstraße hatte Dirk Meyer von der Roetgener Bauverwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses gesprochen. Wie diese Probleme aussehen, präzisierte Meyer jetzt gegenüber dieser Zeitung.

Im Gegensatz dazu ist für Projektentwickler Stefan Schepers von der Bonafide die Welt völlig in Ordnungt: „Herr Meyer baut Probleme auf, die es gar nicht gibt.”

Laut Meyer gibt es im Rahmen des städteregionalen Entwicklungskonzeptes Probleme mit der Erschließung des Vennhofes. Alle Varianten, die Projektentwickler Schepers angeboten habe, seien vom Landesbetrieb Straßenbau als Baulastträger nicht akzeptiert worden. In diesem Punkte gibt es laut Meyer noch „erheblichen Gesprächsbedarf”.

Außerdem, so der stellvertretende Bauamtsleiter weiter, sei ein Projekt dieser Größe an dieser Stelle der Industrie- und Handelskammer, der Bezirksregierung und dem Einzelhandelsverband „nicht geheuer”. Weil das Projekt auch bisher nicht ins Roetgener Einzelhandelskonzept passte, habe man mit der Ausweisung als „Nahversorgungsgebiet” inzwischen „die erste Hürde genommen”.

Dirk Meyer: „Es gibt aber immer noch viele Bedenken, die aus dem Weg geräumt erden müssen.” Der Projektentwickler halte die Probleme für gelöst, „aber auch da sind noch Gespräche nötig”. Meyer verwies in diesem Zusammenhang auf die beantragte Erweiterung des Edeka-Marktes an der Rosentalstraße. Es mache für Edeka wenig Sinn, zunächst am jetzigen Standort zu erweitern und wenig später in den Vennhof umzuziehen.

Über Mietvertrag verhandeln

Genau an dieser Frage aber scheiden sich die Geister, denn für Projektentwickler Stefan Schepers ist noch alles völlig offen. In der Edeka-Zentrale habe man ihm an zuständiger Stelle versichert, keine Erweiterung für den Markt in Roetgen beantragt zu haben. Diese Initiative sei vom Eigentümer ausgegangen, und es sei, so Schepers weiter, nur zu begrüßen, dass das Objekt an der Rosentalstraße attraktiver werde für einen dann anderen Mieter als Edeka, möglicherweise aus einer ganz anderen Branche.

Schepers: „Wir sind mit Edeka nach wie vor im Geschäft und werden Ende Januar über einen Mietvertrag sprechen.” Auch REWE sei für den Vennhof am Start. Allerdings wolle man lieber mit der Markt-Kette, die bereits am Ort sei, weitermachen.

Einen anderen Sachstand gibt unterdessen Egon Schreck von der ZVM in Eschweiler und Projektentwickler für die Rosentalstraße. Der Erweiterungsantrag sei von ihm „in Abstimmung mit Edeka und dem Eigentümer” gestellt worden, und ZVM werde auch mit dem Vollsortimenter demnächst über den dann neu abzuschließenden Mietvertrag verhandeln.

Für das Großprojekt Vennhof sieht Stefan Schepers keine dunklen Wolken am Himmel aufziehen. Die Frage der Erschließung werde nicht vom Landesbetrieb Straßenbau sondern von der Gemeinde Roetgen entschieden, wobei die Verwaltung „im Gegensatz zum Rat den Vennhof nicht will”. Überdies sei durch die Ausweisung als „Nahversorgungsgebiet” im städteregionalen Entwicklungskonzept für das Projekt „automatisch Konsens hergestellt”. Um offene Fragen zu klären, gebe es einen gesonderten Gesprächkreis, dem sich Bonafide nicht verweigere. Allerdings, so Schepers, „zu entscheiden ist dort nichts mehr. Das Thema ist durch”.
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