Intrigenspiel um eine attraktive Wirtin

Von: heg
Letzte Aktualisierung:
theater-rott-bu
Die ebenso bezaubernde wie geschäftlich erfolgreiche Gasthaus-Wirtin Mirandolina (Aggi Dondorf) muss sich der unerwünschten Avancen des verliebten Marchese (Wolfgang Furch) erwehren. Foto: Helga Giesen

Rott. Im Rahmen seiner jährlichen Kulturveranstaltung im Festsaal Hütten präsentierte der Heimat- und Eifelverein Rott diesmal die Komödie „Die Wirtin” von Peter Turrini, aufgeführt vom Burghof-Theater Stolberg.

„Wir freuen uns für uns selbst als Veranstalter, aber auch für die Schauspieltruppe, dass so viele Besucher gekommen sind”, zeigte sich Vorsitzender Rainer Hülsheger sehr zufrieden mit der Resonanz.

Mit der Veranstaltungsreihe verfolgt der Heimat- und Eifelverein zwei Ziele. Zum einen liegt ihm der Erhalt des traditionsreichen Saals, der vor einigen Jahren schon kurz vor dem Aus gestanden hat, als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte am Herzen, zum anderen soll den Rotter Bürgern einmal im Jahr ein besonderes kulturelles Highlight direkt vor der Haustür geboten werden.

„Wir müssen selbst etwas tun für die Lebensqualität im Ort”, betonte Hülsheger und nannte als weiteres Beispiel dafür die erfolgreiche Einrichtung des Nahkauf-Geschäftes.

Ein inzwischen gegründeter Förderverein „Saal Hütten” hat schon zahlreiche Renovierungsmaßnahmen durchgeführt, unter anderem wurden inzwischen die meisten Fenster, von denen der Heimat- und Eifelverein drei gespendet hat, erneuert.

Seit 1998 konnte der Heimat- und Eifelverein schon viele Künstler und Ensembles in den Saal Hütten nach Rott holen. Nach überwiegend Kleinkunst und Kabarett vom Wall Street Theatre über die Mundartgruppe „Wibbelstetz” bis hin zum feinsinnigem literarischen Kabarett mit Hans Georgi war es diesmal ein äußerst vergnügliches Theaterstück, das die Zuschauer begeisterte.

Das Stück „Die Wirtin” entführte sie in die Zeit um das Jahr 1740 nach Florenz. Carlo Goldini, aus dessen Feder zahlreiche Libretti komischer Opern stammen, schrieb das Original 1752 ganz in der Tradition der Commedia dell´ Arte.

Peter Turrini machte daraus 200 Jahre später eine turbulente Komödie um Liebe, Geld und Intrigen, die das Ensemble des Burghof-Theaters unter der Regie von Karin Graf mit viel Witz und Spielfreude auf die Bühne brachte.

Zum Inhalt: Mirandolina, die alleinstehende, ebenso tüchtige wie attraktive Wirtin eines florierenden Gasthauses, muss sich der unerwünschten Avancen gleich mehrerer Bewerber erwehren. Da ist zum einen ein schwerreicher Graf, der glaubt, mit Geld alles kaufen zu können. Dagegen kann ein verarmter Marchese nur das eher fragwürdige Versprechen seiner „Protektion” in die Waagschale werfen.

Ein Auge sowohl auf die Wirtin wie auch auf das Gasthaus, in dem er zu gerne Chef werden würde, hat auch der schlitzohrige Kellner Fabrizio geworfen. Mirandolinas Interesse weckt dagegen ein vermögender „Weiberhasser”, den sie mit List und Charme zu bekehren versucht.

Zu verfolgen, wer letztlich das Rennen um die Gunst der Wirtin macht und ob dabei die Intrige Erfolg hat, die Fabrizio mit Hilfe zweier dafür angeheuerter Komödiantinnen anzettelt, um die unerwünschten Nebenbuhler abzulenken, war für das Publikum eine höchst amüsante Angelegenheit. Es gab viel Gelächter und natürlich immer wieder herzlichen Applaus für die bestens aufgelegte Darstellerriege.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert