Internet: Eine Auffahrt zur Datenautobahn mehr

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Sie freuten sich den Anschluss des „Schachbretts“ an die Datenautobahn bekannt zu geben: Timothy Frings (Breitbandbeauftragter der Gemeinde Roetgen), Dirk Meyer (Leiter des Bauamtes), Jorma Klauss (Bürgermeister) sowie die Vertreter der Telekom Ursul a Schauf-Paschek und Herbert Müller (v.l.). Foto: A. Gabbert

Roetgen. Die meisten Anwohner des Gebiets „Schachbrett“ in Roetgen können seit Anfang des Jahres eine schnelle Internetverbindung nutzen. Nach Angaben der Telekom wurden jetzt rund 500 Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen und können eine Geschwindigkeit von bis 50 MBit/s Sekunde nutzen.

Die mögliche Geschwindigkeit ist unter anderen von der Leitungslänge, dem Leitungsquerschnitt und der Leitungsqualität abhängig. Insgesamt hat die Telekom im Bereich Schachbrett 4,5 Kilometer Glasfaser verlegt und drei Multifunktionsgehäuse mit moderner Technik neu aufgestellt und mit Glasfaser angeschlossen.

„Wir freuen uns, dass es so weit ist: Weitere Bereiche von Roetgen haben jetzt eine schnelle Auffahrt zur Datenautobahn“, sagte Bürgermeister Jorma Klauss“ bei einem Pressetermin im Roetgener Rathaus mit Vertretern der Gemeinde und der Telekom „Das Warten hat sich gelohnt. Die schnellen Internetanschlüsse sind jetzt buchbar“, sagte Ursula Schauf-Paschek, kommunale Ansprechpartnerin für den Breitbandausbau der Telekom.

Aber nicht jeder Anwohner des „Schachbretts“ wird nun schneller im Internet surfen können. Einige Anwohner der Wilhelmstraße und der Schleebachstraße sind davon ausgenommen. Teilweise kommt das auf die Straßenseite an. Das hängt davon ab, an welchem Verteilerkasten der Haushalt angeschlossen ist. Zutun habe das mit der „historischen Kabelführung“, wie die Mitarbeiter der Telekom erklärten.

Der Breitbandbeauftragte der Gemeinde Roetgen, Timothy Frings, präzisierte diese Aussage und verwies zusätzlich auf eine Mitteilung über den Breitbandausbau im Gemeindegebiet, die auf der Internetseite der Gemeinde www.roetgen.de zu finden ist. Als die Förderanträge bei der Bezirksregierung Köln eingereicht wurden, seien nur Gebiete mit einer Internet-Geschwindigkeit von unter 2 MBit/s förderfähig gewesen.

Da einige Haushalte mit unter 2 MBit/s an einen Verteiler angeschlossen seien, an dem die überwiegende Zahl der Anschlüsse mehr als 2 Mbit/s erreiche, würden sie von dem Ausbau nicht profitieren, erklärte Frings. Inzwischen haben sich die Förderkriterien geändert, jetzt sind Gebiete bis zu einer Geschwindigkeit von 6 MBit/s förderfähig.

„Es werden grundsätzlich folgende Bereiche zunächst von dem Breitbandausbau profitieren: Willemslägerweg, Wilhelmstr. (ungerade Hausnummern; ab Hausnummer 62 auch gerade Hausnummern), obere Kalf- und Neustr., Grünepleistr., Buchenhain, Eichenstr., Ahornweg, Birkenhain, Erlengrund, Im Winkel und die Schleebachstraße (gerade Hausnummern bis 42)“, heißt es in der Mitteilung über den Breitbandausbau. Die Angaben seien aber ohne Gewähr. Die Anschlussmöglichkeiten seien beim Telekommunikationsanbieter zu erfragen.

Der Ausbau im Gemeindegebiet soll in diesem Jahr fortgesetzt werden. „Die Arbeiten für das schnelle Internet im Ortsteil Mulartshütte werden Anfang 2016 starten“, sagte Ursula Schauf-Paschek. „Wenn wir mit dem Ausbau gut vorankommen, werden die Bürgerinnen und Bürger hier ab Juni auch Bandbreiten bis zu 50 MBit/s nutzen können“, ergänzte Herbert Müller, der den technischen Ausbau der Telekom in Roetgen verantwortet.

Der Start des Ausbaus in Mulartshütte hatte sich verzögert, da mit Blick auf das Wegerecht noch juristische Hürden genommen werden mussten, wie die Vertreter der Telekom erklärten. Bürgermeister Klauss zeigte sich gegenüber der Stadt Stolberg dankbar, denn ohne ihre Unterstützung sei der Ausbau nicht möglich.

Die Gemeinde Roetgen hat nun Bundesmittel in Höhe von 50.000 Euro erhalten, um sich bei der Entwicklung einer Breitbandstrategie beraten zu lassen. „Wir wollen aus der defensiven Haltung heraus kommen und in die Offensive gehen. Das Ziel ist es, nicht immer hinter dem aktuellen Standard hinterher zu hinken“, sagte Klauss.

Für die Nutzung der neuen Anschlüsse können auch neue Geräte nötig sein. Interessenten können sich unter www.telekom.de/verfuegbarkeit oder unter Telefon 0800/3301000 informieren, welche Geschwindigkeit an ihrem Anschluss möglich ist.

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