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Internationale Förderklassen: Auf der Suche nach dem wahren Glück

Von: Heiner Schepp
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Vivian Ewald und Sara Mertens (hinten v. li.) sind auch als Sprachpatinnen in den Internationalen Förderklassen des Monschauer Gymnasiums aktiv und möchten die geflüchteten Kinder und Jugendlichen drei Tage vor Heiligabend im Rahmen ihres Glücksprojekts mit kleinen Geschenken überraschen. Foto: Heiner Schepp

Monschau. „Was ist für Dich Glück?“ Diese Frage haben Schülerinnen und Schüler des Philosophiekurses der Jahrgangsstufe Q1 am Monschauer St-Michael-Gymnasium (MGM) in den vergangenen Tagen häufig gestellt. Lehrer und Mitschüler, Freunde und Familien wurden befragt, und die Antworten fielen überaus unterschiedlich aus.

Denn was wirklich Glück ist, sieht jeder Mensch anders – abhängig von seiner ganz persönlichen Situation.

Besonders gespannt waren die Interviewer auf die Antworten der Mitschüler aus den Internationalen Förderklassen (IFK) am MGM. Etwa 35 Kinder und Jugendliche aus Ländern fast rund um den Globus lernen hier in einem bemerkenswerten Integrationsprojekt vor allem die deutsche Sprache, in den Regelklassen der Schule aber nach und nach auch alle anderen gymnasialen Inhalte, die für ihr Alter und ihren Entwicklungsstand nötig sind.

Ein wichtiger Bestandteil des IFK-Projekts an der Schule sind die sogenannten Sprachpatenschaften, in deren Rahmen deutschsprachige Oberstufenschüler sich in den Pausen und Freistunden sowie vor und nach dem Unterricht mit IFK-Schülern treffen und mit ihnen Deutsch sprechen – über die Schule, über ihren Alltag, über alles, was junge Menschen so interessiert.

Und nicht selten vermitteln die Sprachpaten auch Gespräche der geflüchteten Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichsten Muttersprachen untereinander – „alles in Deutsch, denn das ist bei vielen die einzige gemeinsame Sprache“, erläutert Schulleiter Bernd Gotzen. „Das ist ein sehr schönes und förderliches Miteinander“, lobt auch Philosophielehrerin Azadeh Sadr-Poth das Patenprojekt.

Auf Deutsch haben die IFK-Schüler nun im Rahmen des Glücksprojekts der Q1-Schülerinnen Sara Mertens und Vivian Ewald auch mitgeteilt, was für sie Glück bedeutet. „Diese Jugendlichen zu befragen, war nicht einfach“, bekennt Sara Mertens.

Die teils traumatisierten, jungen Geflüchteten hätten erst nach intensivem Zureden frei gesprochen und aus ihrer Warte erzählt, was ihnen fehlt oder was sie glücklich macht. „Uns ist dann klar geworden, dass diese Menschen andere Dinge zum Glücklichsein brauchen, vor allem ihre Familie, Freiheit, Gesundheit“, erzählen Sara und Vivian. Und die Befragung habe ergeben, „dass Glück nicht materiell ist“, so die Schülerinnen.

Gleichwohl haben die Philosophieschülerinnen die IFK-Jugendlichen auch gefragt, was sie sich zu Weihnachten wünschen würden. Sara Mertens: „Es kamen einige materielle Weihnachtswünsche zusammen, aber die IFK-Schüler ahnen nicht, dass wir ihnen diese gerne erfüllen würden.“

Aus diesem Grund haben Sara Mertens und Vivian Ewald ein Spendenprojekt ins Leben gerufen, mit dem zumindest ein paar kleine Wünsche erfüllt werden können, die dann sicherlich für Glücksmomente bei den jungen Flüchtlingen sorgen werden. „Wir freuen uns über jede Spende und jede Unterstützung für unser Projekt“, sagt Sara Mertens, „und über jeden, der mithelfen möchte, zu Weihnachten junge Menschen ein wenig glücklich zu machen“, ergänzt Vivian Ewald.

Spenden kann jeder unter dem Stichwort (Verwendungszweck) „Glücksprojekt“ auf das Sparkassen-Konto mit der IBAN: DE23 3905 0000 0007 2101 80, die BIC lautet AACSDE33XXX. Bei Fragen kann man sich auch per E-Mail an die Schülerinnen wenden unter: mertens422@gmail.com.

Überrascht und beschert werden sollen die IFK-Schüler dann bei ihrer Weihnachtsfeier am 21. Dezember ab 16 Uhr in der Sporthalle Haag.

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