Steckenborn - Interesse an einem neuen Dorfladen ist überschaubar

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Interesse an einem neuen Dorfladen ist überschaubar

Von: P. St.
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Ein Bild aus inzwischen vergan
Ein Bild aus inzwischen vergangenen Tagen: Die letzten Kunden kaufen noch einmal im Frischmarkt in Steckenborn ein. Foto: Achiv/P. Stollenwerk

Steckenborn. Als Mitte Mai 2012 nach 13-jähriger Existenz der „Frischmarkt” in Steckenborn die Ladentüren für immer schloss, war das Wehklagen in der Kundschaft und der Bevölkerung nicht zu überhören.

Doch für das „Frischmarkt”-Team um Anke Greuel war endgültig Feierabend, denn der Laden rechnete sich einfach nicht mehr.

Nachdem das Schicksal des Ladens endgültig besiegelt war, bildete sich in Steckenborn eine fünfköpfige Interessengruppe, die nach Möglichkeiten forschte, wie man die Nahversorgung im Dorf nun doch noch langfristig erhalten könne.

Vor sechs Wochen wurde daher eine Befragung der Ortsbevölkerung in die Wege geleitet. Alle 574 Haushalte in Steckenborn erhielten einen Fragebogen, um zu erkunden, wie hoch das Interesse an der Fortsetzung der Nahversorgung durch einen Lebensmittelladen vor Ort ist.

Das Ergebnis dieser Befragung liegt nun vor und sorgt bei den Initiatoren für Enttäuschung und Ernüchterung. Lediglich 128 Haushalte fühlten sich durch die Aktion angesprochen und lieferten den Fragebogen ab. Wenn also nur etwas mehr ein Fünftel der Befragten auf die Aktion reagiert, dann darf man das Interesse wohl als äußerst überschaubar bezeichnen. Das empfindet auch Alex Stiel, Ortsvorsteher und Initiator der der Interessengruppe nicht anders: „Ein Dorfladen in Steckenborn scheitert am offensichtlichen Desinteresse der Dorfbevölkerung”, zeigte sich der Ortsvorsteher ebenfalls enttäuscht.

Dabei habe er mit einer wesentlichen größeren Resonanz gerechnet, insbesondere weil das Wehklagen nach der Schließung des Dorfladens unüberhörbar gewesen sei.

Unter anderen war gefragt worden, ob die Bürger bereit seien, im Dorfladen „etwas mehr” für die Ware zu bezahlen. Auch sollte die Bereitschaft erkundet werden, ob durch Einbringung von ehrenamtlichen oder finanziellen Leistungen auch die Einrichtung eines Genossenschaftsmodells denkbar sei. Ebenfalls wurde gefragt, welche Warenbestände Priorität genießen sollten.

Eine Konkurrenzsituation zu den beiden bestehenden Läden im Ort (Backwaren und Bioladen) wäre nach Auffassung der Interessengemeinschaft wie auch schon der Vergangenheit, nicht entstanden. Somit findet es Alex Stiel auch schade, dass die wohlgemeinte Aktion nicht wie erwartet angenommen worden sei.

Der Ortsvorsteher: „Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die so immer mehr wegbrechende Infrastruktur in unserem Ort letztlich doch noch durch womöglich private Initiativen wieder kompensieren lässt.”
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