Insgesamt 1301 Lebensjahre kommen am Kaffeetisch zusammen

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Sie hatten sich beim Treffen des Heimatvereins viel zu erzählen: die Senioren aus Konzen, die über 90 Jahre alt sind.

Konzen. Der Heimatverein Konzen hatte jetzt wieder zu seinem traditionellen Treff der über 90-Jährigen in die Gaststätte Achim und Elke eingeladen. Das Treffen fand nun zum 17. Mal statt und es waren 21 Bürger aus Konzen eingeladen, die über 90 Jahre alt waren.

14 Personen konnten dieser Einladung folgen, so dass 1301 Lebensjahre am Kaffeetisch saßen. Die zwei einzigen, die in Simmerather Altenheimen untergebracht sind, waren natürlich auch dabei.

Vorsitzender Manfred Huppertz begrüßte die drei Herren und elf Damen und betonte, dass dieser Club offensichtlich keine Nachwuchssorgen habe, weil es immer mehr Leute schaffen, dieses biblische Alter zu erreichen.

Bei guter Bewirtung erzählte man sich dann von den alten Zeiten, die gar nicht so gut waren, wie oft behauptet wird.

Man erinnerte sich an die schwere tägliche Arbeit insbesondere in der Landwirtschaft. An Urlaub konnte keiner denken, weil zuerst der landwirtschaftliche Nebenerwerb geleistet werden musste. Nicht umsonst hießen die Herbstferien: „Kartoffelferien“. Einige erzählten, dass die meisten Leute früher schon morgens eine Schicht im Stall verbracht hatten, ehe sie dann zur regulären Arbeit gingen.

Auch die harte Zeit der Kriegsgefangenschaft war bei den Männern ein Thema. Einig waren sich alle, dass man sich glücklich schätzen könne, in der heutigen Zeit leben zu dürfen. Wenn heute Unzufriedenheit herrsche, dann auf einem hohen Niveau.

Geplaudert wurde auch über schon längst vergessene alte Häuser aus Konzen, die dem Krieg oder Neubauten zum Opfer gefallen waren. Nach circa drei Stunden traten die Senioren dann den Heimweg an, der durch einen Fahrdienst des Heimatvereins organisiert wurde.

Der älteste Mann fuhr allerdings noch mit seinem eigen Auto nach Hause und eine Teilnehmerin musste sich beeilen, weil sie anschließend wieder zum Preisskat dabei sein wollte.

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