Nordeifel - Informieren und Beten am Weltgebetstag

Informieren und Beten am Weltgebetstag

Von: js
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Auch in Imgenbroich hatte ein konfessionsübergreifendes Team den Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen zum Thema Ägypten vorbereitet. Foto: Schreier

Nordeifel. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, wird weltweit der Weltgebetstag der Frauen begangen. Im Mittelpunkt dieses Tages steht ein Gottesdienst, der jährlich von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet wird.

Diese Frauen sind Mitglieder in unterschiedlichen christlichen Kirchen. Es geht bei dem Gebetstag vor allem auch darum, die Situation von Frauen in den verschiedenen Ländern zu beschreiben und zu reflektieren. In dieser Hinsicht schließt sich das spirituelle Anliegen des Gebetstages an die Konzeption des Internationalen Frauentages an, der ebenfalls jährlich Anfang März stattfindet.

Schwere Lage der Christen

Auch in einigen Gemeinden im Stadtgebiet Monschau wird der Tag regelmäßig und schon seit Jahren begangen. So gab es am vergangenen Freitag Gottesdienste in Höfen, Konzen, Monschau und Imgenbroich. Der konfessionsübergreifende Charakter des Weltgebetstages wurde unmittelbar darin deutlich, dass Frauen aus der katholischen und aus der evangelischen Kirche den Gottesdienst gestalteten. In der Feier in der Pfarrkirche in Höfen waren ebenso Geistliche aus beiden Konfessionen anwesend.

In diesem Jahr war Ägypten das Thema des Gebetstags. So war es klar, dass die Vorlage des Gottesdienstes, die vom ägyptischen Vorbereitungsteam stammte, neben der gewaltigen Geschichte des Landes, die bis zur allerersten Hochkultur der Menschheit während der Pharaonen zurückreicht, vor allem auch auf die Vorgänge der allerjüngsten Zeit einging. Dabei ist die Lage der Christen in Ägypten eine eigene Problematik. Während das Land in der Spätantike für einige Jahrhunderte durchgehend christlich war, beträgt der Anteil der heutigen Christen in Ägypten (überwiegend Koptisch-Orthodoxe) nur noch etwa 10 Prozent. Das Zusammenleben mit den Muslimen ist dabei nicht immer unproblematisch.

Aber das Anliegen der ägytischen christlichen Frauen in diesem Gottesdienst war es, dass alle Menschen in Ägypten, christliche wie muslimische, erleben sollen, wie – im Sinne der biblischen Botschaft – Frieden und Gerechtigkeit im ganzen Land sich Bahn brechen. Die Impulse des „Arabischen Frühlings“ wurden in diese Sicht integriert.

Die Gottesdienste in Höfen und Imgenbroich, die der Chronist besuchte, hatten eine gute Resonanz. Sehr deutlich wurde dabei, dass neben dem Spirituellen auch das konkrete Wissen um das Leben der Menschen in fremden Ländern unabdingbar zu diesem Gebetstag dazugehört. Vielleicht sollte dieses Zusammenwirken von Frömmigkeit und Information auch für andere Gottesdienste maßgebend sein. Nach den Gottesdiensten gab es jeweils ein Beisammensein in der Kirche bzw. im Pfarrheim, wo es weitere Informationen und kulinarische Köstlichkeiten aus ägyptischen Rezepten gab. In jeder Hinsicht war das liebevolle Engagement der beteiligten Frauen spürbar.

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