„Induga”: Die Tochter stärkt Lammersdorf

Von: P. St.
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Auf Tuchfühlung mit der hl. Barbara bei der Einweihung der neuen Induga-Halle in Lammersdorf: v. li.: Markus D. Werner, kaufm. Geschäftsführer Junker, Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Markus Schmidt, Induga-Geschäftsführung, Dr. Hans Rinnhofer, Junker-Geschäftsführer, Dr. Elmar Westhoff, Gießereileiter und Frank Donsbach, Induga-Geschäftsführung. Foto: P. Stollenwerk

Lammersdorf. Im prägenden, langgezogenen Bruchsteingebäude an der Jägerhausstraße in Lammersdorf baute Otto Junker Anfang der 1920-Jahre seine ersten Werkshallen. In eine diese seit vielen Jahren leerstehenden Hallen ist jetzt wieder Leben eingekehrt.

Im Zuge mehrerer Neuinvestitionen am Hauptstandort Lammersdorf feierte der weltweit tätige Industrieofenanlagenbauer die Rückkehr einer Tochter und damit die Inbetriebnahme einer neuen Sinter- und Aufheizanlage für elektrische Schmelzöfen.

Die Anlage befindet sich einer modernisierten und wärmegedämmten über 80 Jahre alten Werkshalle. Eingezogen ist hier die Junker-Tochtergesellschaft Induga GmbH & Co. KG, die bereits im Jahr 2010 im Rahmen einer strategischen Konsolidierung von Köln nach Lammersdorf verlagert wurde. Fünf Millionen Euro wurden am neuen Standort investiert.

Mit dieser neuen Anlage können insbesondere Öfen aufbereitet werden, die zum Niederdruckguss von Haushaltsarmaturen weltweit erfolgreich vermarktet werden. Hier am Stammsitz des Unternehmens, betonte der technische Geschäftsführer Frank Donsbach, könne man nicht nur die Fertigungseffektivität nutzen, sondern profitiere auch von weiteren Synergieeffekten am Stammsitz.

Gemeinsam mit den 33 Mitarbeiter der Induga sowie weiteren Gästen feierte man jetzt die Einweihung der neuen Aufheizanlage. Aus diesem Anlass hatte sich Junker-Gießerei eine besondere Geste einfallen. Dr. Hans Rinnhofer, der Vorsitzende der der Junker-Geschäftsführung, überreichte den beiden Induga-Geschäftsführern Frank Donsbach und Markus Schmidt (kaufmännischer Bereich) eine Metall-Statue der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Gießer und Bergleute.

Etwa 250 Öfen aus der Induga-Produktion stehen weltweit bei Kunden; diese geben die Anlagen nach etwa fünfjähriger Nutzungsdauer zurück und erhalten im Austausch eine keramisch komplett neu ausgekleidete baugleiche Anlage. Der Erneuerungsprozess endet auf der Ofenbühne, wo bei 1000 Grad die Sinterung als abschließender Arbeitsschritt erfolgt. Etwa 30 Anlagen pro Jahr durchlaufen diesen Prozess.

Mit der schlanken Neuaufstellung des Unternehmens, betont Frank Donsbach, wolle man auch unterstreichen, dass „immer noch Lammersdorf der wichtigste Junker-Standort ist.”

Am Rande der Einweihungsfeier sagte Unternehmenschef Rinnhofer, dass das Unternehmen Junker in den Jahren 2009/10 nach der Wirtschaftskrise wieder positive Zahlen notiere und man sich als ein weltweit führendes Technologie-Unternehmen weiterhin in der Region positionieren wolle.

Rinnhofer sieht wieder „eine deutliche Belebung des Marktes”, wenngleich der vorausgegangene Prozess der Konsolidierung und Konzentration, unter anderem auch durch Aufgabe von internationalen Firmen-Standorten, in den zurückliegenden Jahren auch etwa ein Drittel der Arbeitsplätze gekostet habe. Diese Maßnahme aber sei unabdingbar gewesen, um am Markt konkurrenzfähig zu bleiben, und um das Unternehmen wieder „aus eigener Kraft zu finanzieren.” Derzeit beschäftigt die Junker-Gruppe 555 Mitarbeiter, davon 416 in Lammersdorf, zuzüglich der 33 neuen Induga-Mitarbeiter.

Im Rahmen der Einweihung stellte auch der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns die hohe wirtschaftliche Bedeutung der Firma Junker für die Region heraus. Als positiv bewertete er den Schritt den Unternehmens, „das Kerngeschäft auch wieder am Kern-Standort” Lammersdorf zu konzentrieren.
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