Indianerabenteuer: „Jeder Stamm hat seine Rolle“

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„Jeder im Stamm hat seine Rolle“ : So lautete die Botschaft beim dritten Indianerlager im Wald bei Nettersheim.

Nordeifel. Mit Kriegsbemalung und Federschmuck jagen sie wie Indianer durch den Wald bei Nettersheim: Rund 20 Mädchen und Jungen aus dem Kreis Euskirchen.

Im Rahmen des dritten Indianerlagers, veranstaltet von Brigitta Walther und dem Sozialpädagogen Marko Groß, haben sie kürzlich bei abenteuerlichen Wettkampf- und Rollenspielen gelernt, was das Motto der Jugendkulturreihe „Respekt 4 all“ – „Respekt für alle“ bedeutet.

Heilblumen und Brennholz sammeln, sich herrschaftlich mit Federn und Farbe schmücken, tanzen und singen, gemeinsam kochen und essen, sich einander annähern, streiten und vertragen, das beinhaltete das viertägige Rollenspiel beim Indianerlager.

Es wurden zwei gegensätzliche und sich fremde Stammesidentitäten gebildet, die eine sesshaft, die andere wandernd. „Die typische Friedenspfeife wurde nicht geraucht“, so der Projektleiter Markus Groß, der sonst als Familienhelfer im Hermann-Josef-Haus in Kall-Urft arbeitet, „aber gebastelt“, zum Beispiel Werkzeug, Pfeil und Bogen und der Federkopfschmuck des Häuptlings.

Demokratisch wurde die zehnjährige Lea zum Häuptling gewählt. Sie besänftigte den viel größeren 14-jährigen Robin, Häuptling des anderen Stammes, mit ihren entsandten Botschaftern und lud im Spiel zum Friedensgespräch ein: „Wir wollen mit euch kooperieren“, eröffnete sie und bekräftigte ihre Entscheidung mit einem Indianer-Schrei und Handschlag. Mit der Methode „Talking Stick“, dem „sprechenden Stock“, wurde in den Ratssitzungen um das Lagerfeuer herum das Rederecht erteilt.

„Einer spricht, die anderen hören zu“, erklärte Leiterin Brigitta Walther. Auch sollte jeder in seiner Rolle anerkannt und als wertvoll erachtet werden. „Es geht darum zu verstehen, dass auch der Schwächste wichtige ‚Ressourcen‘ in die Gruppe einbringt.“ Markus Groß ergänzte: „Respekt haben, nicht nur vor anderen Menschen sondern auch vor der Natur – das lernen die jungen Indianer auch bei uns in der Naturkunde beim gemeinsamen Bäume und Pflanzen Begutachten.“

Kultur erleben und Respekt üben können zehn- bis 14-jährige Kinder und Jugendliche darüber hinaus im weiteren Angebot des Kulturrucksacks im Kreis Euskirchen.

Ob beim nächsten Graffitiworkshop am 2. und 3. August oder beim Kompetenztraining „Starke Kids“ am 23. August. Alle Jugendangebote sind kostenlos. Das aktuelle Jugendkulturprogramm „respect 4 all“ ist im Internet unter www.vogelsang-ip.de abrufbar. Weitere Informationen zum Kulturrucksack gibt es unter www.kulturrucksack.nrw.de.

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