Simmerath - In Simmerath genießt Gesundheit hohen Stellenwert

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In Simmerath genießt Gesundheit hohen Stellenwert

Von: rpa
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Gymnastische Ubungen im Sitzen gehörten auf dem „Simmerath-Plus-Tag” in Rurberg mit zum Programm. Auch Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Günter Schabram, Dezernet für Soziales und Gesundheit der StädteRegion Aachen (v.r.) machten eifrig mit. Foto: R. Palm

Simmerath. Ein kräftiges Plus für Simmerath und damit für die Menschen in der Nordeifel: die „neue” Eifelklinik St. Brigida mit einem vielfältigen medizinischen Angebot, mit hoher Kompetenz der Ärzte, mit einer stark motivierten Mitarbeiterschaft, mit modern eingerichteten Zimmern, mit einer freundlich-familiären Atmosphäre.

Selbst Ärzte und Patienten aus dem Nordkreis Aachen „entdecken” zunehmend die Qualitäten des Krankenhauses in Simmerath, das für die Zukunft noch viele Pläne hat.

Das Krankenhaus St. Brigida „ist die wichtigste Einrichtung in Simmerath”, das Krankenhaus (derzeit 210 Mitarbeiter auf 150 Stellen, 110 Betten, im Jahr 5000 stationäre und etwa 10.000 ambulante Fälle) trage wesentlich dazu bei, dass Simmerath in der Region Nordeifel „die Gemeinde” im Gesundheitswesen sei, ist Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns überzeugt, der auflistete: In der Gemeinde Simmerath gibt es neben zahlreichen Anbietern im Gesundheitswesen (wie Pflegedienste, physiotherapeutische Praxen, Fitnesscenter, Pflegedienste) 20 niedergelassene Ärzte, 26 Ärzte im Krankenhaus, sieben Zahnärzte, neun Hebammen, vier Apotheken und zwei Krankenkassen vor Ort.

Das Krankenhaus ist ein kompetenter und starker Partner, wenn es heißt: „Simmerath plus - gemeinsam in eine gesunde Zukunft”. Dies war am Freitag für gut vier Stunden Thema eines Abends mit vielen Gesprächen und Informationen rund um die Gesundheit. Bürgermeister Hermanns konnte dazu im „Antoniushof” in Rurberg zahlreiche geladene Gäste und interessierte Bürger begrüßen.

Die „Zutaten” des Abends: Info-Stände der AOK, der Barmer, der Eifelklinik, der Selbsthilfegruppe nach Krebserkrankungen (Liselotte Rollesbroich), Zumba-Vorführungen der Kindergruppe „Fit for life” mit ihrer Trainerin Jessica Bauer (Rollesbroich), ein Warming-up mit dem Physiotherapeuten René Steffny und (in der Pause) gesunde Snacks aus Obst und Gemüse. Angeboten wurden Venentests, Cholesterin- und Körperfettmessungen.

Wer wollte, konnte den Blutdruck und den Blutzucker messen lassen. Wichtige Tipps gab die Ernährungsberaterin: die Ernährung habe Einfluss auf den Darmkrebs, wichtig in der Ernährung seien pflanzliche Produkte (Obst, Gemüse, Rohkost), wenig Fleisch und viel Bewegung.

Zwei Schwerpunkte

Zwei Schwerpunkte in den beiden Talkrunden auf dem Podium: die neue Ausrichtung und die Zukunftspläne des Krankenhauses in Simmerath und die Vorsorgeuntersuchungen: Eine Darmspiegelung kann Leben retten, wie Dr. Winfried Enzensberger, Internist an St. Brigida, deutlich machte. Und: Angst vor der Untersuchung brauche niemand zu haben, und Schmerzen brauche dabei auch niemand zu erleiden.

In der ersten Talkrunde ging es vor allem um das Krankenhaus in Simmerath, um die Probleme in der Vergangenheit, um die Veränderungen und Chancen für die Zukunft. Dr. Ulrich Albert, niedergelassener Internist, jetzt im Ruhestand, nannte einige „Kernprobleme” mit dem vormaligen Malteser-Krankenhaus: Defizite im Management, schlechte Informationspolitik der Malteser, kaum Kontakte des Krankenhauses zu den niedergelassenen Ärzten, keine gemeinsamen Veranstaltungen, Defizite im Austausch über Patienten (Diagnosen).

Seit gut sieben Monaten ist nun die Artemed-Gruppe Trägerin des Krankenhauses. Inzwischen hat sich vieles „positiv verändert”, bescheinigte auch die in Simmerath niedergelassene Ärztin Andrea Schweitzer: Krankenhaus, Ärzteschaft und Gesundheitsdienste verstehen sich immer mehr als Einheit, als Netzwerk im Dienste der Gesundheit.

Wichtig für die Zukunft: Umfeld und Infrastruktur müssen, so Bürgermeister Hermanns, „attraktiv gestaltet” werden, damit auch künftig junge Ärzte wie auch junge Familien daran interessiert sind, sich in der Gemeinde niederzulassen. Zur „attraktiven Infrastruktur” gehören, so Hermanns weiter, unter anderem Schulen, Kindertagesstätten und eine schnelle Internet-Verbindung. Beklagt wurde die „schlechte Verkehrsanbindung” der Eifel nach Aachen, beklagt wurde auch die völlig unzureichende Vergütung für den ärztlichen Notdienst bei Einsätzen vor Ort.

Am Ende der Gesprächsrunden zog Moderator Wolfgang Habedank ein Fazit: Die medizinische Versorgung der Menschen in der Nordeifel hat auch Dank der Kompetenz und Qualität der Ärzte und des Krankenhauses einen „hohen Standard und eine gute Zukunft”.
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