Wahlerscheid - In „Munitionsecke” fünf Geschosse geborgen

In „Munitionsecke” fünf Geschosse geborgen

Von: Manfred Hilgers
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Feuerwerker Fritz Ramacher und
Feuerwerker Fritz Ramacher und eine junge Polizeibeamtin schauten sich die acht Zentimeter dicken Mörsergranaten aus deutschen Wehrmachtsbeständen an, die am Dienstag in der Nähe der Oleftalsperre gefunden wurden. Foto: Hilgers

Wahlerscheid. In der „Munitionsecke” der Eifel wurden am Dienstag im Arenbergischen Forst nahe der Oleftalsperre fünf Mörsergranaten gefunden.

Ein Jagdaufseher entdeckte die Acht-Zentimeter-Wurfgranaten aus Wehrmachtsbeständen im Reiffelbach unterhalb vom Sonntagshügel. Feuerwerker Fritz Ramacher, der die Region gut kennt, sprach von der „Munitionsecke” der Eifel.

„Denn”, so der Sprengmeister, „hier sind die Hinterlassenschaften des Krieges besonders oft zu finden.” Gerade um Udenbreth, Hollerath und im Raum Monschau und Hürtgenwald gibt es immer noch Reste der Ardennen-Offensive. Fritz Ramacher sammelt, entschärft und sichert in der Eifel seit Jahrzehnten explosive Gegenstände für den „Kampfmittelräumdienst”.

Die fünf Mörsergranaten stellten für den erfahrenen Feuerwerker bei der Bergung kein Problem dar, obwohl eine Granate stark verrostet war. „Wenn die Geschosse solange im Wasser liegen, dann zersetzt Rost den Eisenmantel”, so der Sprengmeister.

Die fünf Geschosse sind im Reiffelbach durch das Hochwasser der vergangenen Wochen freigeschwemmt worden. Das Phänomen kennt Fritz Ramacher: „Immer wieder kommt so etwas in Uferbereichen vor.”

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