Simmerath - In großer Sorge um Sportplatz Simmerath

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In großer Sorge um Sportplatz Simmerath

Von: P. St.
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Die Zeit für den alten Sportp
Die Zeit für den alten Sportplatz Simmerath ist abgelaufen. Die Diskussion über einen neuen Standort ist in vollen Gange. In die Entscheidungsfindung schaltet sich nun auch das Ortskartell Simmerath ein.

Simmerath. Die Zukunft des Simmerather Sportplatzes ist höchst ungewiss. Das jetzige Gelände der Josef Jansen-Sportstätte soll bekanntlich einem neuen Wohngebiet weichen. An welcher Stelle nun Ersatz geschaffen wird, ist derzeit noch ungewiss.

Das Thema interessiert und bewegt den gesamten Ort. Parallel zu diesen Überlegungen läuft unter Federführung des neugegründeten Simmerather Gemeindesportverband Simmerath eine Analyse zum Gesamtbedarf von Sportplätzen im gesamten Gemeindegebiet Simmerath.

„Historische Identität”

Das Ortskartell Simmerath als Vereinigung aller 21 Vereine und kulturell tätigen Institutionen mit insgesamt etwa 2800 Mitgliedern im Zentralort Simmerath hat zur aktuellen Situation rund um den Sportplatz und Sportstättenneubau in Simmerath nun einen offenen Brief an Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns verfasst.

„Wir begrüßen es sehr, dass die Gemeinde das offensichtlich nicht zu sanierende Schwimmbad der Josef Jansen Sportstätte durch einen Neubau ersetzt und unterstützen die Bemühungen der Gemeinde, an einem ausgewiesenen Schulstandort und dem Zentralort wie Simmerath ein funktionierendes Schwimmbad zu errichten und die zeitgemäßen Möglichkeiten bereitzustellen”, schreiben Erwin Finken und Dr. Burkhard Wilden für das Ortskartell.

Vor allem angesichts des Erhaltes der Attraktivität Simmeraths als Wohnort für sowohl junge Familien mit Kindern als auch für Senioren und für Behinderte in Verbindung mit der Konzentration als Schulstandort sei die Bereitstellung eines Schwimmbades ohne Frage richtig, heißt es weiter, ebenso sei dadurch auch der Erhalt der Schwimmabteilung der Hansa Simmerath gesichert.

Die aktuelle Situation um den Sportplatz der Josef Jansen Sportstätte „bereitet uns allerdings große Sorge”, schreiben Finken und Wilden weiter. Der jetzige Sportplatz bestehe seit fast 90 Jahren und gelte auch wegen der vorhandenen 400 Meter-Bahn und Leichtathletikanlagen als schönstes Sportstadion der Großgemeinde Simmerath.

Darüber hinaus diene der Simmerather Sportplatz auch Schulen und anderen Vereinen als Übungsstätte und erfülle somit über die Vereinsarbeit hinaus noch wesentliche kommunale Aufgaben, werben die Ortskartell-Sprecher um Verständnis dafür, „dass man diese historische Identität nicht so ohne weiteres aufgeben möchte. Wenn aber der vorhandene Standort definitiv einem Wohngebiet weichen müsse, dann werde man als Bürger diese Entscheidung akzeptieren”.

Insofern sei aber der Wunsch der Fußballer, an geeigneter Stelle einen Ersatz für den zu opfernden Sportplatz einzufordern, berechtigt. Eine funktionierende Fußball- oder auch Leichtathletikabteilung benötige nicht nur ortsnah, sondern vor allem innerorts eine geeignete Sportanlage als adäquaten Ersatz. Weiter heißt es: „Eine Verlegung des vorhandenen Sportplatzes zum vorgesehenen Platz am Katastrophenschutzzentrum ist sicher auch aus Sicht der Ortsvereine sinnvoll, zumal aus den bisherigen Planungen ersichtlich wird, dass hier eine Kombination mit einem separat befestigten Areal zur Errichtung eines Festzeltes bei Großveranstaltungen möglich wäre”.

Der neue Standort erfülle sicherlich auch den Wunsch der Kommune, am Ort des Schulgebäudes und der Schwimm- und Turnhalle die Sportaktivitäten des Zentralortes und der Schulen zu bündeln.

Dann aber kommt das Ortskartell zum Knackpunkt, da der von der Gemeinde zur Verfügung gestellte Geldbetrag nach aktueller Sicht der Dinge nicht ausreiche, um den von der Gemeinde favorisierten Bau eines Kunstrasenplatzes zu realisieren und die Hansa als möglicher Bauherr dieser Anlage den Restbetrag nicht aus eigener Kraft erbringen könne. Die von der Hansa-Gemeinschaft favorisierte Ausführung als Naturrasenplatz gestützt durch ein vorliegendes Unternehmerangebot ließe sich innerhalb des vorgesehenen Budget-Rahmens von 400.000 Euro, der im Haushaltsplan für das Jahr 2013 verankert sei, verwirklichen.

Erwin Finken und Burkhard Wilden zeigen sich kooperationsbereit: „Vielleicht sind hier doch Kompromisslösungen möglich. Wir möchten als Ortskartell die Hansa-Gemeinschaft in ihren Bemühungen gerne solidarisch unterstützen und wir sind gerne bereit, Gesprächsangebote im kleineren oder größeren Rahmen anzunehmen.” Abschließend heißt es in dem offenen Brief: „Unser Ziel ist es, eine funktionierende und entwicklungsfähige Dorfgemeinschaft in Simmerath im kulturellen Leben und im Vereinsleben zu erhalten.”
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