In drei Wochen noch einmal an die Urne

Von: P.St./hes
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Gespannt verfolgten auch im Monschauer Ratssaal die Besucher den spannenden Wahlabend. Gegen 21 Uhr löste sich die Spannung, und es war fast so wie immer bei Wahlen: Jeder fühlte sich irgendwie ein kleines bisschen als Sieger des Abends... Foto: Heiner Schepp

Monschau. Erleichterung war am Wahlabend in den Rathäusern in Monschau und Simmerath zu spüren. Die Lage entspannte sich aber erst zu später Stunde, nachdem Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter um Haaresbreite der Stichwahl entgangen war und die CDU in Simmerath mit einem Plus von 187 Stimmen ihre absolute Mehrheit zurück erobert hatte.

In Monschau gab es bei der Bürgermeisterwahl die wohl spannendste Entscheidung, die Amtsinhaberin Margareta Ritter so analysierte: „Mutig haben wir in der vergangenen Wahlperiode den nicht leichten Prozess der Haushaltskonsolidierung parteiübergreifend begonnen und auch die Schulsituation zukunftsfähig mit den Nachbarkommunen gestaltet.

Bei diesen schwierigen, aber wichtigen Aufgaben und bei der Vielzahl der Kandidaten bin ich sehr froh, im ersten Wahlgang, wenn auch knapp, die absolute Mehrheit erreicht zu haben. Ich danke unseren Wählerinnen und Wähler für diese mehrheitliche Zustimmung. Besonders freue ich mich über meine starken Zuwächse in Imgenbroich und Kalterherberg.

Schon früh zeichnete sich dagegen in Simmerath ab, dass der Amtsinhaber Karl-Heinz Hermanns einen deutlichen Sieg erringen wird. Der CDU-Kandidat landete schließlich bei 62,5 Prozent mit fast 2000 Stimmen mehr gegenüber seinem Konkurrenten Stephan Kaever von der SPD und meinte am Montag: „Ich sehe das Wahlergebnis auch als eine Belohnung für meine Arbeit in den zurückliegenden fünf Jahren. Auch bei nur einem Gegenkandidaten ist ein solches Ergebnis nicht selbstverständlich.“ Doch weder er noch die CDU hätten jetzt einen Grund „abzuheben“. In den nächsten sechseinhalb Jahren gelte es jetzt, „bodenständige Arbeit“ abzuliefern. Die finanzielle Situation für Simmerath werde nicht besser. Dieses Problem zu lösen, sei eine „parteiübergreifende Aufgabe“.

Enttäuscht zeigt sich in Simmerath SPD-Mitbewerber Stephan Kaever: „Ich hatte mir mehr erhofft, aber die Wahl fiel eindeutig auf Karl-Heinz Hermanns. Dazu gratuliere ich.“ Erfreut habe ihn aber das SPD-Ergebnis im Gemeinderat. Neben Rollesbroich dürfte nun auch die SPD in Lammersdorf den Ortsvorsteher stellen. Die SPD werde als stärkste Oppositionspartei nun auch stärker wahrgenommen „und der Mehrheit aufzeigen, dass es auch Alternativen gibt“.

Natürlich war auch unter den Eifeler Kommunalpolitikern das Ergebnis der Wahlen zum Städeregionsrat und zum Städteregionstag ein Thema. So meinte der erfolgreiche CDU-Kandidat Alexander Lenders: „In der Städteregion wurde die schwarz-grüne Mehrheit bestätigt, wenn auch knapp. Helmut Etschenberg hat ein sehr gutes und verbessertes Ergebnis geholt. Der zweite Wahlgang war unausweichlich, denn die Städteregion ist keine CDU-Hochburg. Seine Ergebnisse hier in Monschau und Simmerath sind sensationell und zeigen, den Rückenwind, den die Bevölkerung ihm geben wollte. Wir müssen alle diese Eifeler Wähler in drei Wochen wieder für Helmut Etschenberg an die Urne bekommen. Jetzt ist Eifeler Solidarität für einen Mann gefragt, dem die ganze Region sehr viel zu verdanken hat.“

Enttäuscht zeigte sich Kurt Victor (FDP) vom Städteregionstag-Ergebnis: „Die FDP hat die Hälfte ihrer Sitze verloren, da können wir nicht zufrieden sein. Wir leiden insgesamt unter dem schlechten Image der FDP.“

Dagegen freute sich Werner Krickel (Grüne) über die städteregionalen Ergebnisse: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das mit 16,49 Prozent und über 1000 Stimmen unseren Erfolg bestätigt hat.“

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