Woffelsbach - In der Welt der „Piraten“ und „Optimisten“

In der Welt der „Piraten“ und „Optimisten“

Von: ale
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„Die Optimisten nach vorn“: So lautete das Kommando für das Gruppenfoto. Mit Eifer lernen die Kinder beim Aachener Bootsclub die Kunst des Segelns. Foto: A. Lauscher

Woffelsbach. Beim Ferien-Segellager des Aachener Bootsclubs tummeln sich zurzeit 77 „Optimisten“ und „Piraten“ am Rurseeufer. Ihr Segel-Lehrgang wird zu einer zwar anstrengenden, aber auch unvergesslich schönen Woche. Richtige Anfänger sind dabei und auch solche, die bereits Regattaerfahrung mitbringen.

Auf der großen Wiese wird gezeltet, im Clubhaus des Aachener Bootsclubs (ABC) stehen sanitäre Einrichtungen und Aufenthaltsräume zur Verfügung. Etwa die Hälfte der Teilnehmer kommt aus dem ABC, die anderen kommen von den verschiedenen Clubs rund um den Rursee, auch von der Bigge und aus Bonn sind Kinder dabei.

Um 8 Uhr heißt es aufstehen, und als Frühsport kann man gleich eine Runde laufen oder mal rein ins Wasser springen. Nach dem ausgiebigen Frühstück werden die Boote fertiggemacht, die Großen helfen den Kleineren, und der Segelunterricht beginnt.

18 Betreuer sind mitgekommen, und die DLRG ist immer vor Ort. Beim ABC blickt man auf über 30 Jahre Erfahrung mit dieser Art von Jugendlehrgang, viele Kinder machen immer wieder mit, das Segelcamp ist für sie der Höhepunkt der Ferien und wird weit im Voraus vorgemerkt. Eifrig sind sie bei der Theorie dabei, lernen Knotenkunde und können es nicht erwarten, aufs Wasser zu kommen.

Die Jüngsten lernen zunächst, den „Optimist“ zu segeln, das ist ein kleines leichtes Boot für nur einen Insassen, es hat 3,5 Quadratmeter Segelfläche und ist ideal für Einsteiger. „Es ist schon ein sehr stolzes Gefühl für den kleinen Käpten, wenn er mit seinem Bötchen alleine über den See fährt“, weiß die Jugendwartin, Vera Mohren-Huppertz.

Die Erfahreneren nehmen den „Pirat“, der ist eine Klasse größer, hat wesentlich mehr Segelfläche und wird zu zweit gesegelt; beim Jugendlehrgang des ABC sind es die dreizehn- bis neunzehnjährigen, die damit fahren.

Die Lehrgangsteilnehmerin Petra Call berichtet mit sichtbarer Freude, wie kameradschaftlich die Kinder zusammenarbeiten, wie selbstverständlich sie füreinander da sind. Sie lernen nicht nur segeln, sie bieten Hilfe an, sie geben Erfahrungen weiter. Wenn der Jüngste, fünf Jahre alt, sein Opti-Segel die Treppen hinunter zum Steg tragen soll, da findet sich rasch ein Größerer, der mit anpackt.

Ein „Urgestein“ des Aachener Bootsclubs ist seit 32 Jahren dabei: Sigi Cormanns. Sie hat die Ruhe weg, hört zu, meistert mütterlich-souverän jede Situation. Sie kümmert sich um die Anfänger und hat schon so viele Klippen umfahren, dass man ihr uneingeschränktes Vertrauen schenkt.

Auch eine leckere Verpflegung ist wichtig, denn Segeln macht unheimlich hungrig. Viel Lob bekommt deshalb Aloys Bröcker, der sich jeden Tag etwas Gutes einfallen lässt. Beim Tischdecken und Abräumen wechseln sich die Kinder ab. Ein wunderbarer Ausflug soll die gemeinsame Segeltour nach Schwammenauel werden. Alle nehmen Lunchpakete für das Picknick mit, dann geht es zurück. Heute finden die Abschlussregatta und die Siegerehrung statt.

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